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FC Thun: Ist die Meisterprämie schon definiert, Marco Bürki?

Pierre Benoit
Pierre Benoit

Thun,

Marco Bürki, Captain und Abwehrorganisator beim FC Thun, trifft den BärnerBär zum Gespräch.

Marco Bürki FC Thun
Marco Bürki (l.) ist Captain und Abwehrorganisator beim Liga-Überflieger FC Thun. - keystone

Bei unserem Besuch in der Stockhorn Arena deutet nichts darauf, dass hier in ein paar Wochen laute Jubelgesänge durch den Garderobe-Trakt zu hören sein werden und der eine oder andere Champagner-Korken durch die Luft fliegen wird.

Kurz vor dem Vormittagstraining herrscht beinahe gespenstische Ruhe, die Vorbereitung auf den Match gegen GC (5:1-Sieg) wird mit höchster Konzentration angegangen.

Trotzdem nimmt sich Marco Bürki, Captain und Abwehrorganisator des künftigen Meisters, ein paar Minuten Zeit für das Gespräch mit dem BärnerBär.

Marco Bürki FC Thun
Marco Bürki, Captain des FC Thun: «Die Taktik kennen wir mittlerweile in- und auswendig.» - keystone

«Wir wollen jeden Tag besser werden, daran hat sich nichts geändert. Was ich Anfang Jahr gesagt habe, besitzt weiterhin Gültigkeit», sagt der ehemalige YB-Spieler ein paar Tage, nachdem der FC Thun im Wankdorf erstmals seit neun Jahren wieder gewonnen hat.

«Gastspiele im Wankdorf sind für mich immer noch sehr speziell, weil ich dort viele Jahre gespielt habe und immer noch mit verschiedenen Leuten Kontakt pflege. Deshalb ist es auch besonders schön, in diesem Stadion zu gewinnen.»

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Nach einer diskreten ersten Halbzeit, in der YB auch höher als 1:0 hätte führen können, bewiesen die Thuner nach dem Wechsel einmal mehr, dass sie sich enorm zu steigern wissen und verstehen, Spiele zu ihren Gunsten zu drehen. Was war in der Garderobe passiert?

«Nichts Spezielles, wie immer haben wir zuerst unter uns Spielern diskutiert, danach kam der Staff in die Kabine und Mauro Lustrinelli richtete ein paar Worte an uns. Mehr braucht es nicht, ein paar kleine Inputs genügen, denn die Taktik kennen wir mittlerweile in- und auswendig.»

Schritt für Schritt

Der Höhenflug des FC Thun kam zwar für viele überraschend, doch nicht von einem Tag auf den anderen.

Bürki: «Wir machten bisher immer kleine Schritte nach vorne. Lustrinelli will nicht alles auf einmal erreichen. Er gibt ein Ziel vor und erst wenn er den Eindruck hat, dass alle alles begriffen haben, setzt er zum nächsten Schritt an. Wir spielten schon früher schnell und weit nach vorne, doch mit den Stürmern, die jetzt im Team stehen, ist alles nochmals einfacher geworden, weil sie den Ball halten und vor dem gegnerischen Tor Gefahr erzeugen können.»

«Über allfällige Meisterprämie haben wir gesprochen»

Auf die Frage, wo und wann die Meisterfeier stattfinden werde, entlocken wir Marco Bürki nicht mehr als ein schelmisches Lächeln.

«Im Moment geniessen wir die Situation. Heute hat mich mein Kollege Michael Heule darauf aufmerksam gemacht, dass wir nach Saisonschluss nie mehr in dieser Formation zusammenspielen werden, ein Grund mehr, sich über den Ist-Zustand zu freuen.»

Doch eine Aussage im Zusammenhang mit dem Titelgewinn liefert uns Bürki doch noch. «Ja, über eine allfällige Meisterprämie haben wir mit der Klubleitung schon gesprochen.»

Marko Bürki YB
Auch für YB lief Marco Bürki (m.) schon auf: «Gastspiele im Wankdorf sind für mich immer noch sehr speziell.» - keystone

Die Art und Weise, wie die Thuner von Erfolg zu Erfolg eilen, ist beeindruckend. Vor Saisonbeginn herrschte bei den Experten landauf, landab Einigkeit.

Winterthur, Thun und GC kämpfen um den Klassenerhalt, eine Platzierung unter den ersten Sechs, die für das Bestreiten der Meisterrunde berechtigt, traute den Berner Oberländern kaum jemand zu – ausser sie selbst.

Trainer Lustrinelli hielt sich zwar schon vor dem ersten Meisterschaftsspiel wie immer in vornehmer Zurückhaltung, verhehlte indes nicht, dass er die Teilnahme an der Meisterrunde anstrebe.

Die verschworene Einheit

Zusammen mit Mittelfeld-Organisator, Freistoss- und Penalty-Spezialist Leonardo Bertone bildet Captain Marco Bürki das Duo der Erfahrenen.

Beide wissen aus ihrer Vergangenheit mit YB, wie man Meister wird, spätestens seit dem Aufstieg kann man sie auch als Routiniers in punkto Festivitäten bezeichnen.

PERSÖNLICH

Marco Bürki. Geboren am 10. Juli 1993 in Bern. Bis 2018 bei YB. 2015–17 FC Thun (Leihe), 2018-20 SV Zulte Waregem (Belgien), 2020/21 FC Luzern, seit 2021 FC Thun, Captain. Meister mit YB 2018, Aufstieg in die Super League mit dem FC Thun 2025. Sein Vertrag in Thun läuft bis 2028.

Sein drei Jahre älterer Bruder Roman ist als Goalie neunfacher Nationalspieler und heute in den USA für St. Louis City in der Major League Soccer aktiv, Vater Martin war ebenfalls Torhüter.

«Bei uns überwiegt die Freude über das bisher Erreichte, den Druck spüren wir nicht. Bereits zu Beginn der Meisterschaft zeichnete sich ab, dass wir vor einer erfolgreichen Saison stehen.»

Innerhalb der Mannschaft und des ganzen Vereins herrscht eine grossartige Stimmung.

Der Thuner Captain klärt uns im Gespräch auf, «dass der derzeitige Erfolg das Ergebnis eines langen Prozesses ist. Seit Jahren haben wir daran gearbeitet. Wir halten die Intensität in jedem Match hoch – der Teamgedanke wird gelebt.»

Mauro – der schlaue Fuchs

Wer vom FC Thun spricht, denkt sogleich an die sportliche Führung, an Präsident Andres Gerber und Sportchef Dominik Albrecht, doch an erster Stelle genannt wird stets Cheftrainer Mauro Lustrinelli.

Der ehemalige Nationalspieler und U21-Nationaltrainer ist ein schlauer Fuchs, in taktischer Hinsicht, aber auch, was die Führung einer Mannschaft betrifft.

Marco Bürki FC Thun
Marco Bürki: «Bei uns überwiegt die Freude über das bisher Erreichte, den Druck spüren wir nicht.» - keystone

Bei ihm kennt jeder seine Aufgabe; er fordert von seinen Spielern sehr viel. Genügsamkeit ist ihm ein Fremdwort, auch an sich selbst stellt er hohe Ansprüche.

«Wir werden immer bestens informiert, die taktischen Sitzungen sind intensiv, aber nicht zu lange, die Details werden gepflegt», sagt Marco Bürki.

Super League - Super League: Regular Season (21.03.2026)SpSNUTorePkt
1.FC Thun Berner Oberland LogoFC Thun Berner Oberland30235271:3371
2.FC St. Gallen LogoFC St. Gallen30167759:3655
3.FC Lugano LogoFC Lugano30148847:3750
4.FC Basel LogoFC Basel30149745:3949
5.FC Sion LogoFC Sion301171243:3445
6.BSC Young Boys LogoBSC Young Boys301311660:5545
7.FC Luzern LogoFC Luzern30912958:5636
8.Lausanne-Sport LogoLausanne-Sport30912945:4936
9.Servette LogoServette307111248:5633
10.FC Zürich LogoFC Zürich30917442:5931
11.Grasshopper Club Zürich LogoGrasshopper Club Zürich30516938:5624
12.FC Winterthur LogoFC Winterthur30419734:8019
Super League - Super League: Regular Season (21.03.2026)SpPkt
1.FC Thun Berner Oberland LogoFC Thun Berner Oberland3071
2.FC St. Gallen LogoFC St. Gallen3055
3.FC Lugano LogoFC Lugano3050
4.FC Basel LogoFC Basel3049
5.FC Sion LogoFC Sion3045
6.BSC Young Boys LogoBSC Young Boys3045
7.FC Luzern LogoFC Luzern3036
8.Lausanne-Sport LogoLausanne-Sport3036
9.Servette LogoServette3033
10.FC Zürich LogoFC Zürich3031
11.Grasshopper Club Zürich LogoGrasshopper Club Zürich3024
12.FC Winterthur LogoFC Winterthur3019

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