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    FC Basel: Heftige Fan-Kritik an den Organisatoren des Cupfinals

    Nicola Wittwer
    Nicola Wittwer

    Basel,

    Vor und nach dem Cupfinal in Bern wird es eng. Fans des FC Basel äussern Kritik und erzählen von ihren Beobachtungen.

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    Der FC Basel erklärt die Absage der Feier auf dem Barfüsserplatz. - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • FCB-Fans kritisieren die Organisation beim Cupfinal im Berner Wankdorf.
    • Sowohl vor dem Eingang als auch am Bahnhof wurde es wegen der vielen Besucher sehr eng.
    • Der Einlass, die Kontrollen und die Fan-Trennung seien nicht wie erwünscht gelaufen.

    Der Cup-Final sorgt neben dem Double-Gewinn des FC Basel für weitere, teils tragische Schlagzeilen.

    Nach dem Spiel in Bern wurde ein FCB-Anhänger am Bahnhof Wankdorf von einem einfahrenden Zug erfasst. Der FCB sagte daraufhin die geplante Feier auf dem Basler Barfüsserplatz ab. Ein Nau.ch-Video (oben) zeigt Degens Rede.

    Zum Zustand des Fans gab es am Montag keine offizielle Entwarnung. Laut der «bz Basel» soll der Schwerverletzte aber mittlerweile stabil sein.

    Fan-Ärger beim FCB wegen Organisation

    Wie das Medium weiter berichtet, sorgte am Sonntag bei vielen Anhängern die Organisation rund um den Final für Ärger.

    Anderthalb Stunden vor Anpfiff kam es vor den beiden Zugängen beim Sektor B, wo die meisten FCB-Fans ihren Platz hatten, zu einem Gedränge. Die Eingänge B-West und B-Ost wurden nur einen Spalt weit geöffnet, ein dritter Eingang gar noch später.

    Zudem waren laut Augenzeugen nur wenige Sicherheitskräfte anwesend. Vertreter der Muttenzerkurve mussten deshalb nach dem Rechten sehen.

    FC Basel
    Mit 30'897 verkauften Tickets war der Cupfinal ausverkauft. - keystone

    Gegenüber der «bz» erklärt der verantwortliche Schweizerische Fussballverband: «Die überwiegende Mehrheit der FCB-Fans traf im Rahmen des Fanmarschs am Stadion ein. Dadurch kam es in kurzer Zeit zu einem erhöhten Besucheraufkommen an den vorgesehenen Zugangspunkten.»

    Man habe im oberen Bereich dann einen zusätzlichen Eingang geöffnet, «um den Zustrom zu lenken. Und eine zu hohe Personendichte im Bereich der Drehkreuze zu vermeiden».

    Bei jenem oberen Eingang gelangten Fans dann aber ohne Ticketkontrolle ins Stadion. Ein Fan sagt der Zeitung, viele Personen seien auch keiner Rucksackkontrolle unterzogen worden. Deshalb «gab es im Sektor Dosenbier und vermutlich auch deutlich mehr Menschen als Sitze».

    FC Basel
    Viele Fans des FC Basel sind mit der Organisation beim Cupfinal in Bern nicht zufrieden. Vor dem Eingang kam es zu einem Gedränge. - keystone

    Gemäss Verband kam wie in der Super League «das bewährte Good-Hosting-Konzept» zur Anwendung. «Dieses basiert unter anderem auf stichprobenartigen anstelle von flächendeckenden Kontrollen.»

    Gedränge am Bahnhof Wankdorf

    Für weiteres Unverständnis bei Fans sorgte die misslungene Fan-Trennung. Bieler und Basler seien nach dem Spiel aufeinandergetroffen – nicht ohne Gefahrenpotenzial.

    «Ich habe ein bis zwei brenzlige Situationen gesehen, man stelle sich vor, statt Biel hätte der FCZ im Final gestanden», sagt ein Fan.

    Wie vor Anpfiff beim Stadioneingang wird es nach Spielende dann auch am Bahnhof Wankdorf eng. Der ausverkaufte Final lockte 30'897 Fans an, von denen viele mit Extrazügen unterwegs sind. Aus Basel kamen sechs, aus Biel drei.

    Wankdorf
    Am Bahnhof Wankdorf ereignete sich nach dem Cupfinal ein Personenunfall. (Symbolbild) - keystone

    Die Berner Polizei untersucht nun, ob das Gedränge am Bahnhof einen Einfluss auf den Unfall des FCB-Fans hatte. Gemäss Augenzeugen stürzte die Person ohne Fremdverschuldung zwischen Zug und Gleis.

    Kommentare

    User #5105 (nicht angemeldet)

    Ich denke da hat die Polizei Total Versagt. Wenn die Fans am Bahnhof in Bern gewesen währe,statt im Wankdorf, währe der Unfall evl. nicht Passiert. Aber die SBB und die Behörden suchen jezt die Schuld bei den anderen. Meine Meinung

    User #2819 (nicht angemeldet)

    Wenn dieser Fan auch nur einigermassen Charakter hat, sollte er sich nun, nachdem er überlebt hat, öffentlich bei allen bedanken, die zur Rettung beigetragen haben. Zudem sollte er dazu stehen, dass er dies selbst provoziert und verursacht hat, als Vorbild hinstehen und alle warnen, dass man solche unsinnigen Aktionen unterlassen sollte, einen durchfahrenden Zug zu berühren.

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