Ausgerechnet Petric verteidigt Avdullahu nach Nati-Korb

    Andrea Schüpbach
    Andrea Schüpbach

    Solothurn,

    Leon Avdullahu tauscht das Liibli der Schweizer Nati gegen jenes des Kosovo. Nun kriegt er Rückendeckung – ausgerechnet von Mladen Petric.

    mladen petric
    Mladen Petric entschied sich vor über 20 Jahren, für Kroatien und nicht für die Schweiz zu spielen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mladen Petric verteidigt Leon Avdullahu für seinen Nationenwechsel.
    • «Natürlich ist es schade für die Schweiz, es bleibt aber seine Entscheidung.»
    • Petric entschied sich vor Jahren wie Avdullahu gegen die Schweiz.

    Bitter für die Schweizer Nati: Mit Leon Avdullahu verliert die Schweiz den potenziellen Sechser der Zukunft. Gestern verkündet der kosovarische Verband, dass sich der gebürtige Solothurner für den Kosovo entschieden hat.

    Pierluigi Tami stellt klar: «Das enttäuscht uns.»

    Nun kriegt der 21-jährige Neo-Hoffenheimer aber Rückendeckung von Mladen Petric.

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    Leon Avdullahu entscheidet sich für den Kosovo. - Instagram

    Der Schweiz-Kroate machte es vor. 2002 sorgte der Stürmer selbst für Schlagzeilen. Nach Einsätzen für die Schweizer U17 und U21 gibt der heutige TV-Experte bekannt, dass er für Kroatien spielen will.

    «Bei jedem Spieler kann es einen anderen Grund haben», sagt der 44-fache kroatische Internationale zu «blue Sport».

    mladen petric
    Mladen Petric erzielte für die kroatische Nationalmannschaft zwölf Tore. - keystone

    Bei ihm selbst seien es auch die sportlichen Perspektiven gewesen. Mit den Kroaten habe Petric mehr Chancen gesehen, bei grossen Turnieren mitzuspielen.

    Dieses Argument zählt bei Avdullahu kaum. Kosovo ist derzeit die Nummer 95 der Fifa-Weltrangliste, weit über 70 Plätze hinter der Schweizer Nati.

    Mladen Petric: «Wunsch, für sein Heimatland zu spielen»

    Natürlich spielen auch die weichen Faktoren eine Rolle. Wie der Einfluss der Familie und deren Stolz für das Herkunftsland. Für Petric muss das aber nicht unbedingt so sein. «Der Spieler selbst kann den Wunsch verspüren, für sein Heimatland zu spielen.»

    Hättest du Leon Avdullahu gerne in der Schweizer Nati gesehen?

    So oder so: Die Öffentlichkeit müsse es nicht verstehen, wenn ein Doppelbürger wie Avdullahu der Schweiz einen Korb gibt. «Er muss damit leben können. Natürlich ist es schade für den Schweizer Fussball, es bleibt aber seine Entscheidung.»

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    Kommentare

    User #3123 (nicht angemeldet)

    Hätte er sich für die Schweit entschieden, dann wären Kommentare gefallen wie: Der ist ja nur Schweizer auf Papier. Euch kann man es ja so oder so nicht recht machen. Ich verstehe ihn vollkommen, aus diesem Aspekt.

    User #4097 (nicht angemeldet)

    Ich frage mich oft was die Bewegtgründe für solche Entscheide sind. Kann mir gut Vorstellen, dass er in CH nicht die erste Wahl gewesen wäre und es sich hätte Erkämpfen müssen, wo er da mit offenen Atmrmen empfangen wird. Schwer zu beurteilen ist es allemal, da kaum jemand von uns in so einer Situation steckte. Denke aber ich würde da eher die Schweiz wählen, weil genau der Konkurrenzdruck das ist, was dich besser macht. Nicht ein geschenkter Startelf-Platz.

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