WM 2026: Lamine Yamal schiesst gegen eigene Fans: «Unerträglich»
Spanische Fans sorgen mit islamfeindlichen Gesängen im Test gegen Ägypten für Empörung. Lamine Yamal kritisiert die Aktion als «respektlos und unerträglich».

Das Wichtigste in Kürze
- Spanien spielt im Test gegen Ägypten 0:0 – Lamine Yamal ignoriert die Fans nach Spielende.
- Einige Supporter in Barcelona sangen: «Wer nicht springt, ist Muslim.»
- Der 18-jährige Yamal verurteilt die Aktion von «ignoranten und rassistischen Menschen».
An der EM 2024 war Lamine Yamal mit 16 Jahren bereits einer der Schlüsselspieler Spaniens. Am Tag nach seinem 17. Geburtstag liefert er im Final gegen England seinen vierten Assist des Turniers und wird Europameister.

Jetzt steht die erste WM für den jungen Yamal bevor und Spanien hofft auf neue Wunderdinge des Barça-Juwels. Doch anderthalb Monate vor dem Start der WM 2026 leidet die Beziehung zwischen den spanischen Fans und ihrem Top-Spieler plötzlich gewaltig.
Nach dem Freundschaftsspiel gegen Ägypten in Barcelona verzichtet Yamal auf die Ehrenrunde mit der Mannschaft. Der Youngster will sich ausdrücklich nicht bei den Fans für deren Support bedanken.
Yamal: «Empfinde das als respektlos und unerträglich»
Ein Statement dazu folgt am Mittwoch auf Instagram: «Gestern hörte ich den Gesang ‹Wer nicht springt, ist Muslim›.» Er wisse, dass die Aktion nicht gegen ihn, sondern die Gäste aus Ägypten gerichtet war.

Aber Yamal stellt klar: «Ich als Muslim empfinde das als respektlos und unerträglich.» Die beteiligten Personen hätten sich damit als «ignorante und rassistische Menschen» herausgestellt.
Für ihn ist klar: «Fussball ist dazu da, um Spass zu haben und seine Mannschaft anzufeuern. Aber sicher nicht, um Menschen wegen ihrer Herkunft oder ihres Glaubens respektlos zu behandeln.»
Polizei ermittelt gegen spanische Fans
Auch Coach Luis de la Fuente spricht über die Szene und sagt an der Pressekonferenz: «Sowas können wir nicht tolerieren.» Mittelfeldspieler Pedri sagt: «Wir waren geschockt. Wir müssen alle zusammenarbeiten, um Rassismus aus dem Fussball zu vertreiben.»

Die katalonische Regionalpolizei hat eigenen Angaben zufolge Ermittlungen zu den islamfeindlichen Sprechchören aufgenommen.
Yamal: «Sehen uns an Weltmeisterschaft»
Tore fallen an diesem Abend in Barcelona übrigens keine: Spanien und Ägypten trennen sich mit 0:0. Yamal wird bereits zur Halbzeit ausgewechselt.
Sein Instagram-Statement schliesst er mit den Worten: «Danke an diejenigen Leute, die gekommen sind, um uns anzufeuern. Wir sehen uns an der WM 2026.»
















