WM 2026 – Infantino: «Unsere Ticketpreise sind angemessen»

Pascal Moser
Pascal Moser

Mexiko,

Wer ein Spiel der WM 2026 besuchen will, muss tief ins Portemonnaie greifen. Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) verteidigt die hohen Ticketpreise.

Gianni Infantino WM 2026.
Gianni Infantino verteidigt die hohen Ticketpreise an der WM 2026. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor dem WM-Start spricht Gianni Infantino an einer Medienkonferenz.
  • Dabei spricht er über Ticketpreise, seine Beziehung zu Trump und den Wirbel um den Iran.

Gross war die Euphorie vor acht Jahren, als die WM 2026 an die USA, Kanada und Mexiko vergeben wurde. Viele Fans freuten sich auf ein Fussball-Fest in Nordamerika. Doch mittlerweile scheint davon nicht mehr viel übrig zu sein.

Die Gründe sind vielfältig: hohe Ticketpreise, drohende Proteste und der Wirbel um die Teilnahme des Irans.

Freust du dich auf die heute beginnende WM?

Am Mittwoch, einen Tag vor Turnierstart, spricht Gianni Infantino ausführlich über die anstehende Endrunde. Über eine Stunde lang dauert die Medienkonferenz mit dem Fifa-Präsidenten.

«Ticketpreise sind angemessen»

Ganz so kurios wie vor in Katar, als Infantino unter anderem sagte: «Heute fühle ich mich homosexuell. Heute fühle ich mich behindert. Heute fühle ich mich als Arbeitsmigrant» ist es nicht.

Dennoch sorgen einige Aussagen erneut für Kopfschütteln. Zu den teils exorbitanten Eintrittspreisen meint Infantino: «Unsere Ticket-Preise sind angemessen. Sie wurden von vielen Experten analysiert und entschieden.»

WM 2026
Gianni Infantino spricht an einer Medienkonferenz vor dem Auftakt zur WM 2026. - keystone

Der Durchschnittspreise liege bei 500 Dollar, so der Fifa-Boss. Das sei weniger als in den Playoffs im US-Sport. Ein kurioser Vergleich.

Angesprochen auf die Visa-Probleme und den Einreise-Eklat um den somalischen Schiri heisst es: «Ihr müsst chillen. Wir sind dran, eine Lösung zu finden. Aber wir können nicht alles kontrollieren.»

«Hätte den Iran selbst mit Bus abgeholt»

Ebenfalls für Gesprächsstoff sorgt die Teilnahme des Irans, der sich mit den USA im Krieg befindet. Das Team musste sein Basis-Camp nach Mexiko verschieben und darf offenbar nur an seinen Spieltagen in die Vereinigten Staaten einreisen.

«Ich bin sehr glücklich, dass der Iran bei der WM 2026 dabei ist», so Infantino. «Wie ich bereits gesagt habe, hätte ich die Mannschaft selbst mit dem Bus in Teheran abgeholt. Ich hoffe, dass die Atmosphäre bei den Spielen des Iran positiv sein wird.»

Gianni Infantino
Pflegen offenbar eine «grossartige Beziehung»: Gianni Infantino und Donald Trump. - keystone

Auch über seine «grossartige Beziehung» zu US-Präsident Donald Trump schwärmt Infantino. «Ich habe ihn während seiner ersten Amtszeit kennengelernt. Ohne ihn wäre es unmöglich, eine WM in den USA zu organisieren.»

Ob die WM 2026 ohne grössere Probleme verläuft, wird sich in den nächsten gut fünf Wochen zeigen. Den Auftakt macht Co-Gastgeber Mexiko heute Abend um 21 Uhr gegen Südafrika.

Kommentare

User #4454 (nicht angemeldet)

Ich würde es diesem korrupten Verein aus tiefstem Herzen gönnen, wenn die WM vor halb leeren Stadien stattfindet (und im Idealfall, noch die USA vom Iran aus dem Turnier geworfen werden).

User #3029 (nicht angemeldet)

In den alten Tagen der römischen Kaiser war der Eintritt ins Colosseum in Rom frei. Der Kaiser, und reiche Spender haben das bezahlt. Die neuen Kaiser Infantino und Trump haben da irgendetwas falsch verstanden.

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