WM 2022

    WM 2022: Misshandlung queerer Menschen? Katar weist Kritik zurück

    DPA
    DPA

    Qatar,

    Katar, Gastgeber der WM 2022, hat Anschuldigungen von Menschenrechtlern zurückgewiesen, dass der Golfstaat queere Menschen in Haft misshandelt habe.

    wm 2022
    Protest: Gastgeber der WM 2022, Katar, steht wegen seines Umgangs mit der LGBTIQ-Community und anderer Menschenrechtsverstösse in der Kritik. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Menschenrechtsorganisation erhebt schwere Vorwürfe gegen Katar.
    • Sicherheitskräfte werden beschuldigt, queere Menschen misshandelt zu haben.
    • Am 20. November startet im Wüsten-Staat die Fussball-WM.

    Einige Informationen eines von Human Rights Watch (HRW) veröffentlichten Berichts zum Thema seien schlichtweg falsch, sagte ein Regierungsbeamter.

    Die Organisation wirft katarischen Sicherheitskräften in einem Bericht vor, vier Transfrauen, eine bisexuelle Frau sowie einen homosexuellen Mann in Haft geschlagen und fünf von ihnen auch sexuell belästigt zu haben. Die Polizei hätte als Voraussetzung für die Freilassung der Transfrauen zudem sogenannte Konversionstherapien angeordnet.

    Sechs Übergriffe dokumentiert

    Die umstrittene Praktik soll dazu dienen, Menschen von ihrer Geschlechtsidentität abzubringen. «Die katarische Regierung betreibt oder lizenziert keine Umwandlungszentren», sagte der katarische Regierungsbeamte. Zu den konkreten Misshandlungsvorwürfen äusserte er sich hingegen nicht.

    wm 2022
    Die WM 2022 in Katar steht immer wieder in der Kritik. - AFP

    HRW hat die Übergriffe in den sechs Fällen zwischen 2019 und 2022 dokumentiert. Die bisexuelle Frau soll den Angaben nach etwa von Polizisten bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen worden sein. In einem weiteren Fall hätten Sicherheitskräfte eine Transfrau gezwungen, ihr Shirt auszuziehen und dann ihre Brüste fotografiert.

    Sie sei zudem zwei Monate in Einzelhaft gesperrt und jeden Tag geschlagen worden. «Ich habe bis heute Alpträume und Angst, in der Öffentlichkeit zu sein», wird die Frau in dem HRW-Bericht zitiert.

    Von Reise zur WM 2022 abgeraten

    Alle sechs Inhaftierungen erfolgten HRW zufolge willkürlich und ohne Anklageerhebung. Den Betroffenen soll auch der Kontakt zu einem Rechtsbeistand sowie zu ihren Familien verwehrt worden sein. Die Sicherheitskräfte hätten sie ausserdem zu schriftlichen Zugeständnissen gezwungen, dass sie ihre «unmoralischen Aktivitäten» einstellen.

    Katar WM
    In WM-Gastgeberland Katar ist Homosexualität gesetzlich verboten. - Keystone

    «Katar toleriert keine Diskriminierung von irgendjemandem, und unsere Richtlinien und Verfahren basieren auf der Verpflichtung zu den Menschenrechten für alle», sagte der Regierungsbeamte.

    Freuen Sie sich auf die WM in Katar?

    Der Gastgeber der WM 2022 steht seit Jahren wegen seines Umgangs mit der LGBTIQ-Community und anderer Menschenrechtsverstösse in der Kritik. Wer in Katar etwa seine Homosexualität öffentlich macht, kann mit langjähriger Haft bestraft werden.

    Menschen aus der LGBTIQ-Community wurde zuletzt von einer Reise zur WM 2022 in Katar vom 20. November bis 18. Dezember abgeraten.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Beirut
    fifa
    12 Interaktionen
    Fussball-WM in Katar
    Quickline
    14 Interaktionen
    Tipps für den Alltag

    MEHR IN SPORT

    Futsal
    4 Interaktionen
    LIVE-Stream
    Maria Walliser
    9 Interaktionen
    Ski-Legende
    a
    3 Interaktionen
    Vor Klassiker
    kreisn
    Bitteres Remis

    MEHR WM 2022

    WM 2022 Bin Hammam
    2 Interaktionen
    Wegen Katar-WM!
    salt bae
    10 Interaktionen
    Riesen-Ärger
    Jeremy Seewer Motocross-Weltmeisterschaft
    Über Ostern

    MEHR AUS QATAR

    Formel 1 Nahost Iran-Krieg
    10 Interaktionen
    Trotz Iran-Krieg
    2 Interaktionen
    Doha/Islamabad
    16 Interaktionen
    Doha
    Katar
    16 Interaktionen
    Doha