FIA-Präsident: Formel 1 wird Nahost-Rennen trotz Iran-Krieg fahren
Die Formel 1 zeigt sich unnachgiebig: Trotz des Iran-Kriegs sollen die Grands Prix in Katar und Abu Dhabi in etwas mehr als fünf Wochen planmässig stattfinden.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Formel 1 soll Ende November in Katar und Anfang Dezember in Abu Dhabi gastieren.
- Angesichts der Eskalation im Nahen Osten galten diese Rennen aber lange als fraglich.
- Nun zeichnet sich ab: Die Rennen finden statt – und die Formel 1 ist damit nicht alleine.
Die Formel 1 will offenbar trotz der enormen Sicherheitsrisiken in knapp fünf Wochen im Nahen Osten gastieren: Die Rennen in Katar und Abu Dhabi sollen ungeachtet des Iran-Kriegs und der Eskalation zwischen Huthi-Rebellen und Saudi-Streitkräften planmässig stattfinden.
Der Saison-Kalender der Formel 1 sieht den Katar-Grand-Prix für den 29. November vor, den Abu-Dhabi-GP eine Woche später. Das Gastspiel auf dem Yas-Marina-Circuit ist zugleich das Saisonfinale in der Motorsport-Königsklasse.

Angesichts der enormen Sicherheitsrisiken – inklusive Raketenangriff auf den Flughafen von Riad in Saudi-Arabien – schienen Absagen wahrscheinlich. Doch FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem sieht keinen Anlass zur Sorge.
Formel 1 wird in Katar und Abu Dhabi fahren
«Würde ich meine Familie dort lassen, wenn ich mir Sorgen machen würde?», so der 64-jährige Emirati. «Man muss in dieser Sache vernünftig sein – was man in den Medien liest, entspricht nicht der Realität vor Ort. So etwas gibt es bei uns eigentlich nicht», meint Ben Sulayem über die Kriegsgefahren.

Sicherheitsgarantien könne er natürlich keine abgeben, betont der FIA-Präsident. «Heisst das, dass nichts passieren wird? Das kann ich nicht vorhersagen. Ich kann heute nur sagen, dass es keine Probleme gibt und dass die beiden Rennen stattfinden werden.»
Auch MotoGP reist nach Katar – Dakar vor Verlegung
Die Formel 1 ist mit dieser Entscheidung nicht alleine – auch die MotoGP plant, den Risiken zu trotzen. Der auf Anfang November verschobene Katar-GP soll einer Mitteilung der Team-Vereinigung planmässig stattfinden. Ursprünglich war das Rennen für April geplant, wurde wegen des Iran-Kriegs aber verschoben.

Anders sieht die Situation bei der Rally Dakar aus: Die Extrem-Rally wird Anfang Januar aller Voraussicht nach nicht in Saudi-Arabien ausgetragen. Stattdessen steht eine Alternativ-Route in Spanien und Marokko im Raum. Eine offizielle Bestätigung soll in den kommenden Wochen erfolgen.
















