Katar: Schliessung von Bab al-Mandab wäre «katastrophal»

Keystone-SDA
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Qatar,

Eine faktische Schliessung der Meerenge Bab al-Mandab wäre aus Sicht des Golfstaats Katar eine Katastrophe. «Die Welt leidet genug wegen der Schliessung der Strasse von Hormus», sagte ein Sprecher des katarischen Aussenministeriums. Die Welt könne es sich nicht leisten, dass auch der Seeweg durch das Bab al-Mandab unbefahrbar werde. «Es wird katastrophal für die gesamte Welt», sagte der Sprecher. Eine Blockade internationaler Seewege könne nicht die «neue Normalität» sein.

Katar
Katar nennt die potentielle Schliessung von der Meerenge von Bab al-Mandab «katastrophal». - keystone

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz rückte im Jemen vergangene Woche entlang der Küste nach Süden vor und kontrolliert nun die Küstenstädte Mokka, Dhubab und mehrere Inseln im Roten Meer. Von dort kann die Miliz etwa Handelsschiffe noch stärker angreifen als zuvor.

Der Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und liegt auf dem kürzesten Schifffahrtsweg zwischen Europa und Asien. Durch das «Tor der Tränen» laufen in normalen Zeiten etwa zehn Prozent des weltweiten Seehandels und 30 Prozent des weltweiten Containerverkehrs.

Nach Angriffen der Miliz auf die Schifffahrt ab 2023 ging der Verkehr bereits deutlich zurück. Viele Reedereien wählten deshalb den langen und teuren Umweg über das Kap der Guten Hoffnung vor Südafrika.

Der führende Ölexporteur Saudi-Arabien versucht, über das Rote Meer einen Teil seines Öls zu verschiffen, das wegen der Blockade der Strasse von Hormus umgeleitet werden muss.

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman sprach dazu heute auch mit Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi bei einem Besuch in Kairo. Beide zeigten sich nach ägyptischen Angaben einig, dass die Freiheit der Schifffahrt nicht bedroht werden dürfe. Ägypten hat wie der regionale Nachbar Saudi-Arabien eine lange Küste am Roten Meer.

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Kommentare

User #5892 (nicht angemeldet)

Da können wir hier noch soviel warnen und analysieren, in diesem großen geostrategischen Schachspiel sind wir gerade noch die Bauern. Und wie jeder Schachspieler weiß, werden die gnadenlos geopfert, wenn man sich dadurch einen Vorteil erhofft.

User #7882 (nicht angemeldet)

Oh, die Welt leidet, sagt der Emir.

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