VfL Wolfsburg an Europacup: Schmadtke «fehlt das Verständnis»

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    Drei Qualifikationsrunden muss der VfL Wolfsburg überstehen, um erneut die Gruppenphase der Europa League zu erreichen. Los geht es am 17. September in Albanien. Das passt dem Sportchef gar nicht.

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    Der VfL Wolfsburg reist im Europacup nach Tirana. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der VfL Wolfsburg reist bereits zum zweiten Mal in ein Corona-Risikogebiet.
    • Der Bundesligist muss am 17. September in der EL-Saison bei FK Kukesi antreten.
    • Die Partie startet in der albanischen Hauptstadt Tirana.

    Zum zweiten Mal unternimmt der VfL Wolfsburg in diesem Sommer eine Europa-League-Reise. Und zum zweiten Mal geht es dabei in ein Land, bei dem das Auswärtige Amt in der Corona-Krise «vor nicht notwendigen, touristischen Reisen» warnt.

    Nur sechs Wochen nach dem Achtelfinal-Aus gegen Schachtjor Donezk in der Ukraine muss der Fussball-Bundesligist am 17. September (20.00 Uhr/Sport) in seiner ersten von maximal drei Qualifikationsrunden zur neuen Europa-League-Saison beim albanischen Vizemeister FK Kukesi antreten. Gespielt wird in der Hauptstadt Tirana.

    Jörg Schmadtke sieht diese Reise mit der gleichen Skepsis, die er schon vor dem Flug in die Ukraine hatte. «Ich bin kein Experte, was die Pandemie anbelangt», sagte der Wolfsburger Sportchef in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Es gibt aber immer wieder Situationen, bei denen mir das Verständnis fehlt, weil ich bestimmte Dinge nicht nachvollziehen kann. Normalerweise sollte man doch niemanden bewusst in ein Risikogebiet schicken. Das ist bei einem Europa-League-Spiel in Albanien aber der Fall. Und wir müssen dahin, um unseren Verpflichtungen nachzukommen.» Die einzige Alternative wäre der Ausschluss aus dem Wettbewerb.

    Trainer Oliver Glasner vertraut den Massnahmen zum Schutz des VfL-Trosses. «Ich sehe das relativ entspannt, weil ich die Sicherheitsvorkehrungen kenne und das Sicherheitskonzept kenne», sagte der 46-Jährige.

    Im Kader kann Glasner wieder auf den zuletzt angeschlagenen Linksverteidiger Jérôme Roussillon zählen. «Er ist soweit okay und wird mit dabei sein», sagte der Österreicher. Auch Torwart Koen Casteels reist mit. Kurzfristig verzichten muss Glasner dagegen auf Angreifer Omar Marmoush, der Knieprobleme hat.

    Seit einem halben Jahr hat der Profifussball nun schon mit der Corona-Krise zu kämpfen. Und bislang, so Schmadtke, gelang das zumindest im nationalen Spielbetrieb ganz gut. Der 56-Jährige begrüsst auch ausdrücklich die bundesweit einheitlichen Regelungen zur Rückkehr der Fans in die Stadien, wie sie Dienstag erst einmal beschlossen wurden. Trotzdem sagt er ganz generell über den Umgang mit der Pandemie: «Zuletzt schien mir das alles etwas aufgeweicht.»

    Reise-Stress und Reise-Risiken werden die Wolfsburger in den kommenden Wochen ebenfalls haben, vor allem, wenn sie sich wie schon im Vorjahr für die Gruppenphase der Europa League qualifizieren sollten. Der Sieger des Spiels in Tirana trifft bereits am darauffolgenden Donnerstag in der dann vorletzten Qualifikationsrunde auf den ukrainischen Club Desna Tschernihiw.

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