Verband verhängt drakonische Strafen nach Afrika-Cup-Skandal
Der Walkout-Eklat beim Final des Afrika-Cups in Marokko hat Folgen: Der afrikanische Kontinental-Verband verhängt hohe Strafen gegen Senegal und den Trainer.

Das Wichtigste in Kürze
- Der afrikanische Verband verhängt nach dem Afrika-Cup-Final hohe Strafen.
- Senegals Verband und sein Nationaltrainer müssen horrende Geldbussen bezahlen.
- Auch Marokko wird nach dem chaotischen Final bestraft.
Der chaotische Final beim Afrika-Cup hat Konsequenzen: Der afrikanische Kontinental-Verband CAF verhängte am Donnerstag horrende Bussen gegen den Nationaltrainer von AFCON-Sieger Senegal sowie den senegalesischen Verband.
Nationaltrainer Pape Thiaw wird für fünf Spiele auf kontinentaler Ebene gesperrt. Zudem muss er eine Geldstrafe in Höhe von 100'000 US-Dollar bezahlen. Der senegalesische Verband wird mit einer Busse von 615'000 US-Dollar belegt.
Totales Chaos beim AFCON-Final
Beim Endspiel in Rabat (Marokko) hatte der Gastgeber in der Nachspielzeit von zwei höchst umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen profitiert. Zuerst war dem Senegal ein Tor aberkannt worden, kurz darauf erhielt Marokko einen strittigen Penalty zugesprochen.
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Nach dem Elfmeterpfiff brach das Chaos aus – das Nationalteam des Senegal verliess fast geschlossen den Platz. Nur Superstar Sadio Mané blieb zurück und versuchte, seine Teamkollegen umzustimmen.

Damit hatte er letztendlich Erfolg. Die Spieler des Senegal kehrten nach langer Unterbrechung auf den Rasen zurück. Brahim Diaz verschoss für Marokko den Elfmeter, in der Verlängerung setzte sich dann der Senegal durch.
Geldstrafe auch gegen Marokko verhängt
Der marokkanische Verband hatte beim CAF darum angesucht, den senegalesischen Sieg abzuerkennen. Die Spieler hätten die Partie mit ihrem Walkout aufgegeben, so die Argumentation. Der Kontinental-Verband gab dieser Forderung aber nicht nach.
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Unterdessen wurde auch Marokko mit einer Geldstrafe in Höhe von 315'000 US-Dollar belegt. Anlass dafür war das unsportliche Verhalten der Balljungen. Diese hatten Senegal-Keeper Edouard Mendy wiederholt das Handtuch gestohlen und mit seinem Ersatztorhüter regelrecht darum gekämpft.












