Rafael Van der Vaart reitet nicht auf der niederländischen Hype-Welle um Mario Götze mit. Im Gegenteil: «Nach 2014 hat er nicht mehr viel geschafft», warnt er.
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Rafael van der Vaart zeigt sich skeptisch gegenüber dem Hype rund um Mario Götze. - Instagram @rafaelvdvaart
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Das Wichtigste in Kürze

  • Mario Götze hat mehrere unglückliche Jahre in der Bundesliga hinter sich.
  • Mit seinem Wechsel zur PSV Eindhoven will der Deutsche einen Neustart wagen.
  • Rafael van der Vaart wünscht ihm Glück, drückt aber gleichzeitig auf die Euphorie-Bremse.

Nach jahrelangem Kampf um einen Stammplatz bei den Bayern und beim BVB hat Mario Götze die Bundesliga verlassen. Der WM-Final-Torschütze 2014 wollte in der niederländischen Eredivisie einen Neustart wagen. Und wechselte zur PSV Eindhoven – mit Ex-YB-Goalie Yvon Mvogos.

Bisher ist ihm dieser auf jeden Fall gelungen: Zwei Spiele, zwei Tore stehen bei Götze zu Buche. Unter PSV-Fans ist bereits ein regelrechter Hype um den 28-Jährigen entstanden.

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Mario Götze galt einst als deutsches Jahrhundert-Talent.
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2013 wechselte er zu den Bayern. Beim Rekordmeister konnte sich Götze jedoch nie richtig durchsetzen.
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Drei Jahre später kehrte er zum BVB zurück. Doch der Weltmeister konnte nicht an seine alten Leistungen anknüpfen.
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Im Sommer dann der Wechsel in die Eredivisie. Götze will bei der PSV Eindhoven sein Glück versuchen.

Einer, der die Euphorie um Götze nicht versteht, ist Rafael van der Vaart. Der langjährige HSV-Profi und ehemalige Nationalspieler der Oranje zeigt sich in einem Interview mit «Sky» skeptisch gegenüber Götzes Leistungen.

Van der Vaart: «Nach 2014 nicht mehr viel geschafft»

«Er hat lange nicht wirklich gespielt. Das letzte Mal, dass er bei einer Mannschaft wirklich dominiert hat, war seine erste Phase bei Dortmund. Danach war er eigentlich nie Stammspieler», mahnt van der Vaart.

Und fährt fort: «Das Tor 2014 war super für Deutschland. Aber er hat danach nicht mehr so viel zustande gebracht.»

Mario Götze
Mario Götze schoss Deutschland 2014 in Rio de Janeiro zum Weltmeistertitel. - Keystone

Harte Worte des 37-Jährigen, der 2010 mit der Niederlande im WM-Final gegen Spanien stand. In Holland erwarte man viel von ihm, es seien alle nervös geworden, als es hiess: «Der Weltmeister kommt». Er habe das bestimmt bereit 100'000 Mal gehört, meint van der Vaart. «Aber man darf auch nicht übertreiben.»

Kann Mario Götze bei Eindhoven an alte Zeiten anknüpfen?

Dennoch wünscht er ihm in EIndhoven nur das Beste: «Ich hoffe für ihn», so der Ex-HSV-Spieler, «dass PSV der richtige Verein ist, um nochmal auf ein Top-Level zu kommen». Ihm werde ein Neuanfang guttun, glaubt der er.

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