Uli Hoeness

    Uli Hoeness über Eberl: «Er hat Eigenbrötler-Dasein abgelegt»

    Simon Huber
    Simon Huber

    Deutschland,

    Uli Hoeness sorgt mit einer öffentlichen Aussage zu Max Eberls Vertragsverlängerung für internen Unmut. Nun gesteht der Klub-Patron den Ärger selbst ein.

    Uli Hoeness
    Uli Hoeness spricht offen über den Zwist bei Bayern München. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Uli Hoeness sagt im Juli, Eberls Vertragsverlängerung stehe zu 100 Prozent fest.
    • Diese Aussage kommt beim Aufsichtsrat nicht gut an.
    • Max Eberl unterschreibt im August tatsächlich bis Sommer 2029.

    Am Rande des Jubiläums-Events «80 Jahre FC Bayern Basketball» meldet sich Uli Hoeness zu Wort. Er spricht über seine Aussagen zur Vertragsverlängerung von Sportvorstand Max Eberl.

    Bei einem Interview im Trainingslager am Tegernsee hatte er Ende Juli zu den Chancen auf einen neuen Vertrag gesagt: «Im Moment glaube ich: 100 Prozent!» Diese Aussage sorgt für Zoff in der Führungsetage, wie «Sport Bild» berichtet.

    Uli Hoeness: «Genug Ärger gehabt intern»

    Uli Hoeness gesteht nun am Montagabend: «Mit meinem Interview am Tegernsee, mit meinen 100 Prozent, habe ich genug Ärger gehabt, intern.» Wer genau sich daran störte, will der Ehrenpräsident nicht im Detail verraten.

    Uli Hoeness
    Max Eberl hat seinen Vertrag bei Bayern München trotz der Aussagen von Uli Hoeness bis 2029 verlängert. - keystone

    Er deutet aber an, dass er der offiziellen Aufsichtsrats-Abstimmung mit seiner öffentlichen Aussage vorgegriffen hatte. «Wenn ich an dem Tag 80 Prozent gesagt hätte, dann hätte es noch mehr Ärger gegeben. Deswegen war das eine Antwort zwischen Pest und Cholera», so Hoeness.

    Vorgeschichte: Zweifel am Sportchef

    Hintergrund des Wirbels: Am Tag des Pokalfinals gegen Stuttgart äusserte sich Hoeness in einem «Spiegel»-Podcast. Eberls Chancen auf eine Verlängerung stünden demnach «60 zu 40».

    Gewinnen die Bayern die Champions League?

    Auf die Frage, ob es Zweifel an dessen Arbeit gebe, antwortete er damals mit «Ja». Eberl reagierte zurückhaltend, fand den Zeitpunkt an einem Finaltag unpassend. Im Nachgang sprechen sich beide aber aus, zwischen ihnen sei wieder alles gut.

    Eberl überzeugt mit Transferpolitik

    Wie Eberl es schliesslich von 60 auf 100 Prozent schafft, erklärt Hoeness ebenfalls: «Ich finde, dass Max im letzten halben Jahr innerhalb des Vereins sich mehr geöffnet hat.»

    Er habe zuvor «so ein bisschen ein Eigenbrötler-Dasein geführt, und das hat uns nicht gefallen. Das hat er aber grundlegend geändert! »

    Uli Hoeness
    Uli Hoeness lobt die gute Transferstrategie von Max Eberl. - keystone

    Zudem lobt Hoeness die Transferstrategie: Statt der veranschlagten 50 Millionen Euro habe man dank hoher Verkaufserlöse nur rund 30 Millionen investiert.

    Für diese Leistung wird Eberl im August mit dem neuen Vertrag bis 2029 belohnt. Für sein frühzeitiges öffentliches Versprechen bekommt Hoeness dafür intern Gegenwind.

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