Drei Vereine, welche der geplanten neuen «Super League» beitreten wollten, gehen offenbar gerichtlich gegen den europäischen Fussballverband Uefa vor.
Ansu Fati Barcelona Uefa
Ansu Fati vom FC Barcelona im Clasico gegen Real Madrid (1:2). - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 12 europäische Top-Vereine wollten eine neue Liga ins Leben rufen.
  • Das Vorhaben wurde nach Fan-Protesten vorzeitig beendet.
  • Drei Klubs wehren sich aber weiterhin und gehen nun gegen die Uefa vor.

Im April dieses Jahres lancierten 12 Top-Klubs Europas ein gigantisches Projekt. Sie wollten einen neuen Wettbewerb unter dem Namen «Super League» gründen. Nach Massen-Protesten von Fans und Kritik von Politik und Experten ruderten die Sezessionisten zurück.

Obwohl das Vorhaben als beendet gilt, halten aber drei Vereine weiterhin daran fest. Der FC Barcelona, Real Madrid und Juventus Turin scheinen das Konzept weiterhin für umsetzbar zu halten. Offenbar gehen sie dafür sogar bis vor Gericht.

Juventus Turin
Auch der Klub von Paulo Dybala, Juventus Turin, will gegen die Uefa vorgehen. - keystone

Laut einem Bericht der «Financial Times» wollen die Klubs die Uefa und die Fifa zur Verantwortung ziehen. Gemäss den Gerichtsunterlagen, die der britischen Tageszeitung vorliegt, geht es dabei um das vermeintliche Verhindern von Konkurrenzwettbewerben.

«Uefa verstösst gegen Wettbewerbsrecht»

Nun soll der Europäische Gerichtshof entscheiden, ob die Uefa auch in Zukunft als Regulierungsbehörde fungieren darf. Der Verband darf aktuell Vereine sanktionieren, profitiert aber gleichzeitig von der Durchführung europäischer Wettbewerbe wie der Europa- oder Champions League.

«Im Gegensatz zu anderen Sportwettbewerbsmärkten behalten Uefa und Fifa eine Monopolstellung im europäischen Fussball, die gegen das Wettbewerbsrecht verstösst. Und sie verteidigen diese mit aller Kraft, obwohl andere Akteure versuchen, in den Markt einzutreten», heisst laut dem Bericht.

Können Sie das Anliegen der drei Top-Klubs nachvollziehen?

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