Spieler gehen in Argentinien auf Schiedsrichter los

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Argentinien,

    Nach einem Erstliga-Spiel in Argentinien gehen Spieler und Betreuer auf die Schiedsrichter los. Fünf Personen werden festgenommen.

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    Die Spieler in Argentinien gehen auf die Schiedsrichter und Polizisten los. - Twitter /@samstreetwrites

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Argentinien gewinnt Barracas umstritten gegen Patronato.
    • Die Spieler lassen ihren Frust nach Abpfiff am Schiedsrichter aus.
    • Polizisten greifen ein und nehmen fünf Personen fest.

    Die Schlussphase der Partie zwischen Barracas Central und Patronato in der höchsten Fussballliga Argentiniens war hektisch: Zuerst aberkennt der Schiedsrichter einen Treffer der Gäste wegen einer strittigen Abseitsstellung. Kurz darauf, in der Nachspielzeit, trifft Barracas zum 2:1-Sieg.

    Nach Abpfiff brennen bei einigen Patronato-Spielern die Sicherungen durch. Sie gehen auf den Schiedsrichter los, attackieren ihn. Auch Betreuer sind an vorderster Front mit dabei.

    Die Sicherheitsleute des Stadions sind überfordert, die Polizei stürmt aufs Feld und versucht, die Spieler von den Unparteiischen zu entfernen. Einige Akteure greifen daraufhin die Sicherheitskräfte an, stossen sie weg.

    Als sich die Situation einigermassen beruhigt hatte, nahmen die Polizisten vier Spieler sowie einen Funktionär fest. Die fünf Personen mussten eine Nacht in Polizeigewahrsam verbringen. Die Vorwürfe: Körperverletzung, Angriff auf und Widerstand gegen Polizisten.

    Laut Medienberichten aus Argentinien hat die Liga nun das Strafmass für drei Staff-Mitglieder bekanntgegeben: Trainer Facundo Sava und Betreuer Hernan Dario Lopez sind für vier Spiele gesperrt oder müssen 165'600 US-Dollar bezahlen. Fitnesstrainer Santiago Ariel Montari muss wegen Schiedsrichter-Beleidigung ebenfalls vier Spiele zuschauen oder 151'200 Dollar bezahlen. Welche Konsequenzen die Spieler von der Liga und der Justiz erwarten, ist noch nicht bekannt.

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