Trotz einer starken Leistung verliert die Schweizer Nati gegen England mit 1:2. Captain Granit Xhaka tobt nach dem Spiel wegen des Penalty-Entscheids.
Granit Xhaka nach der Partie gegen England. - SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweiz unterliegt England im Wembley unglücklich mit 1:2.
  • Ein Fehler und ein Penalty besiegeln die Niederlage der Yakin-Truppe.
  • Granit Xhaka ist nach der Partie frustriert.

Es hätte der erste Sieg gegen England nach 41 Jahre langer Durststrecke werden sollen. Am Ende steht die Schweizer Nati trotz einer überzeugenden Leistung mit leeren Händen da. Breel Embolo (22') bringt die Gäste zwar in Führung, Luke Shaw (45+1') und Harry Kane (78') sorgen für die Wende.

Besonders bitter ist die Art und Weise, wie der zweite Treffer der «Three Lions» zustande kommt. Dem eingewechselten Steven Zuber wird der Ball aus kürzester Distanz an die Hand geköpft. Der VAR schaltet sich ein und es wird schliesslich auf Penalty entschieden.

Hässig über Penalty, zufrieden mit Leistung

«Bei dieser Handspiel-Regel weiss langsam niemand mehr, wann es Penalty ist und wann nicht. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Spiel so entschieden wird. Es kotzt mich langsam an, wirklich», sagt Granit Xhaka nach der unglücklichen Niederlage im Wembley zu «SRF».

Schweizer Nati
Breel Embolo jubelt über seinen Treffer zum 1:0 im Spiel gegen England.
Schweizer Nati
Englands Torschütze Luke Shaw (2.v.r.) nimmt die Gratulationen seiner Teamkollegen entgegen.
Nati
Harry Kane verwandelt den Penalty zum 2:1.
Xherdan Shaqiri
Xherdan Shaqiri zeigt für die Schweizer Nati gegen England ein starkes Spiel.
Remo Freuler im Duell mit Englands Phil Foden.
Remo Freuler im Duell mit Englands Phil Foden.
Schweizer Nati
Die beiden Trainer unter sich: Gareth Southgate und Murat Yakin.

Mit dem Spiel seiner Mannschaft ist der Captain der Schweizer Nati zufrieden. «Wir hatten alles im Griff, liessen kaum Chancen zu. Aber am Ende ist es ein Freundschaftsspiel und wir können heute viel lernen.»

Erste Pleite für Schweizer Nati unter Yakin

Das 1:2 ist für Murat Yakin die erste Niederlage als Nationaltrainer. Dennoch zeigt auch er sich mit dem Gezeigten seines Teams zufrieden. «Wir machen zwei Fehler, derentwegen wir das Spiel verlieren. Aber die Mannschaft hat sich mehr verdient.»

Vor allem in der ersten Halbzeit habe man tollen, mutigen Fussball gezeigt.«Nach den vielen Wechseln hat uns der Rhythmus ein wenig gefehlt. Wir sind als Team aufgetreten und sind mit der Leistung zufrieden. Mit zwei Geschenken waren wir ein bisschen zu gastfreundlich», so Yakin.

Bereits am Dienstag geht es für die Schweizer Nati mit dem nächsten Testspiel weiter. Um 18 Uhr trifft sie im Letzigrund in Zürich auf den Kosovo. Es ist das erste Duell mit dem Land, das erst 2016 als Mitglied in die Uefa und Fifa aufgenommen wurde.

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