Depressionen

    Richarlison spricht über Depressionen: Wollte aufgeben

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    Brasilien,

    Richarlison wird nach dem WM-Aus depressiv und ist am Boden. Jetzt wirbt der Brasilianer öffentlich für psychologische Hilfe.

    Richarlison hat öffentlich über seine Depressionen gesprochen.
    Richarlison hat öffentlich über seine Depressionen gesprochen. - Martin Rickett/PA Wire/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Richarlison hat öffentlich über seine Depressionen gesprochen.
    • Nach der Katar-WM habe er aufgeben wollen.
    • Der 26-Jährige dankt seinem Psychologen – dieser sei die beste Entdeckung seines Lebens.

    Brasiliens Stürmerstar Richarlison hat erstmals öffentlich über seine Depressionen nach der WM in Katar gesprochen. Er sei kurz davor gewesen, aufzugeben, sagte der Angreifer des englischen Premier-League-Clubs Tottenham Hotspur in einem Interview mit dem TV-Sender ESPN Brasil.

    «Ich hatte gerade an einer Weltmeisterschaft teilgenommen, auf meinem Höhepunkt. Ich kam an meine Grenzen. Ich werde nicht davon sprechen, dass ich mich umbringen wollte. Aber ich war in einer Depression und wollte aufgeben», sagte Richarlison unter Tränen.

    Brasilien war als Titelfavorit im Viertelfinale im Elfmeterschiessen gegen Kroatien gescheitert.

    Nach der WM, bei der Richarlison mit drei Toren in vier Spielen Brasiliens bester Torschütze war, habe es gewirkt, «als würde alles zusammenbrechen. Sogar ich, der mental stark zu sein schien. Bevor ich zum Training gegangen bin, wollte ich wieder nach Hause, ich wollte zurück in mein Zimmer. Ich weiss nicht, was mir durch den Kopf ging», erzählte der Profi.

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    Brasiliens Richarlison trifft an der WM 2022 in Katar gegen Südkorea herrlich zum 3:0. - SRF

    Er habe auch seinem Vater erzählt, dass er nicht mehr konnte. «Zu meinem Vater zu gehen, der derjenige war, der meinen Traum mit mir verfolgt hat, und zu sagen: ‹Papa, ich will aufgeben›, ist verrückt», erzählte Richarlison. Er habe nur noch an «Müll gedacht, habe sogar bei Google nur Mist gesucht, ich wollte nur irgendwelchen Mist über den Tod sehen».

    Einen Ausweg aus dieser negativen Spirale habe er durch die Hilfe eines Psychologen gefunden. «Ich glaube, der Therapeut hat mich gerettet, mein Leben gerettet», sagte Richarlison. Personen, denen es wie ihm gehe, riet er eindringlich zu psychologischer Hilfe.

    Zuvor habe er auch grosse Vorurteile gegenüber Psychologen gehabt. In seiner Familie würden jetzt noch einige denken, dass der Gang zum Psychologen «verrückt und wahnsinnig» sei. Richarlison sieht das längst anders, für ihn war es «die beste Entdeckung, die ich je in meinem Leben gemacht habe».

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