In der ersten französischen Fussball-Liga ist es erneut zu Ausschreitungen gekommen. Die Fans von St. Étienne protestierten gegen Trainer Claude Puel.
Die Partie zwischen AS St. Étienne und SCO Angers wurde erst mit knapp einstündiger Verspätung angepfiffen. Foto: Philippe Desmazes/AFP/dpa
Die Partie zwischen AS St. Étienne und SCO Angers wurde erst mit knapp einstündiger Verspätung angepfiffen. Foto: Philippe Desmazes/AFP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Erneut kam es in der Ligue 1 zu Ausschreitungen in einem Stadion.
  • Bei der Partie zwischen Étienne und Angers zündeten Fans Pyros und Rauchbomben.
  • Der Schiedsrichter drohte das Spiel zwischenzeitlich abzubrechen.

Die Partie zwischen AS St. Étienne und SCO Angers wurde am Freitagabend erst mit knapp einstündiger Verspätung angepfiffen. Die Zuschauer hatten die Tribünen verlassen und zahlreiche Pyrotechnik sowie Rauchbomben nach dem Einlauf der Spieler auf den Rasen geworfen.

Dichter Nebel zog durch das Stadion, die Profis und die Unparteiischen gingen zunächst wieder in die Kabine. Am Spielfeldrand standen zahlreiche Polizisten. Auf Bildern war zu sehen, wie anschliessend offensichtlich zerstörte Tornetze geflickt werden musste.

Im Stade Geoffroy-Guichard wurde der Hinweis gegeben, dass beim kleinsten erneuten Vorfall das Spiel abgesagt würde. Die Partie begann kurz vor 22 Uhr. Auf Plakaten hatten die Fans von St. Étienne gegen Trainer Claude Puel protestiert und diesen für die sportliche Misere des Tabellenletzten verantwortlich gemacht.

Zuletzt war es zu einer Serie von Ausschreitungen bei Spielen der Ligue 1 gekommen. Bei der Partie Angers-Marseille waren Anhänger beider Clubs aufeinander losgegangen. Fans schlugen aufeinander ein, Gegenstände flogen durch die Luft. Bei einem Spiel in Montpellier griffen Anhänger des Clubs den Bus mit gegnerischen Fans aus Bordeaux an.

Beim Nordderby Lens gegen Lille stürmten Fans in der Halbzeit auf das Spielfeld und gerieten aneinander, es wurde mit Stadionsitzen geworfen. Es gab mehrere Verletzte. Ende August gab es ein ähnliches Szenario bei der Partie Nizza gegen Marseille, wo nach Provokationen ebenfalls Fans auf den Platz rannten und handgreiflich wurden.

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