Österreichs Fussball-Präsident Gerhard Milletich erwartet nach der Verpflichtung von Ralf Rangnick als neuen Teamchef zahlreiche Veränderungen rund um die Nationalmannschaft.
Gerhard Milletich, Chef des Österreichischen Fussball-Bundes (ÖFB), spricht während einer Medienrunde.
Gerhard Milletich, Chef des Österreichischen Fussball-Bundes (ÖFB), spricht während einer Medienrunde. - Barbara Gindl/APA/dpa

«Das wird keine bequeme Zeit werden», sagte der Chef des Österreichischen Fussball-Bundes (ÖFB) in einer Medienrundein Salzburg. «Aber das muss auch so sein. Wir brauchen neue Impulse. Wenn man die Chance hat, so einen Mann zu bekommen, muss man zugreifen.»

Entscheidend bei den Vertragsverhandlungen mit dem derzeitigen Trainer des Premier-League-Clubs Manchester United sind nach Aussage des Funktionärs die Möglichkeiten der Nationalmannschaft gewesen und nicht das Geld. «Es muss jedem bewusst sein, dass ein Trainer Rangnick Veränderungen bringt. Wir haben bei den Spielern das Potenzial, dass wir eine echte Chance haben, was zu verändern», sagte Milletich.

Der ÖFB-Präsident bezifferte die finanziellen Möglichkeiten seines Verbandes mit 1:10 im Vergleich mit Premier-League-Clubs. Vorrangig habe Rangnick das Potenzial der Auswahl um Kapitän David Alaba gereizt, um mit ihr bei der Europameisterschaft 2024 in Deutschland erfolgreich zu sein. «Die Qualifikation für die EURO ist für ihn überhaupt kein Thema, er will in Deutschland bei der EURO aufmischen», betonte Milletich.

Der 63-jährige Rangnick hatte am 29. April einen Zweijahresvertrag als Teamchef unterschrieben. Sollte sich die Mannschaft für die EM 2024 qualifizieren, wird sich der Vertrag automatisch um zwei Jahre bis zur WM 2026 verlängern.

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