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    Machtkampf mit US-Städten: Trump nutzt Draht zu Fifa als Druckmittel

    Keystone-SDA
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    USA,

    US-Präsident Donald Trump droht demokratisch regierten Städten mit dem Entzug von WM-Spielen. Er lässt seine Verbindung zu Fifa-Boss Infantino spielen.

    Donald
    US-Präsident Donald Trump posiert mit Fifa-Boss Gianni Infantino. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kommendes Jahr findet in den USA, Kanada und Mexiko die WM statt.
    • Donald Trump deutet an, demokratisch regierten Städten Spiele entziehen zu können.
    • Er bezieht sich auf sein gutes Verhältnis zu Fifa-Präsident Gianni Infantino.

    In seinem Machtkampf mit demokratisch regierten US-Städten setzt Präsident Donald Trump die Ausrichtung der WM 2026 und seinen engen Draht zur Fifa als politisches Druckmittel ein.

    Er könne Weltverbandschef Gianni Infantino mit Leichtigkeit dazu bringen, Städte wie Boston als Austragungsorte für WM-Spiele zu streichen, sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) im Weissen Haus.

    Gianni Infantino Donald Trump
    Verstehen sich offensichtlich gut: Gianni Infantino und Donald Trump. - keystone

    Dabei deutete der Republikaner einmal mehr Probleme mit angeblich ausufernder Kriminalität an.

    Auf diese Weise versucht Trump schon seit Monaten, den Einsatz von Nationalgardisten in demokratisch regierten US-Grossstädten zu rechtfertigen – gegen den Willen der normalerweise dafür zuständigen Gouverneure der jeweiligen Bundesstaaten.

    Will Trump demokratisch regierten Städten WM-Spiele entziehen?

    Angesprochen auf Bostons Bürgermeisterin Michelle Wu sagte Trump, sie sei «radikal links» und schade ihrer eigenen Stadt.

    «Wenn jemand einen schlechten Job macht und ich den Eindruck habe, dass die Bedingungen (zur Ausrichtung von WM-Spielen) unsicher sind, dann würde ich Gianni anrufen, den phänomenalen Chef der Fifa, und ich würde sagen: ‹Lass es uns woanders hinverlegen.› Und er würde es machen», so Trump

    Freust du dich auf die WM 2026?

    Vermutlich wäre Infantino davon zwar nicht begeistert, ergänzte der US-Präsident. «Aber er würde es ohne Weiteres machen. Er würde es machen. Und jetzt ist der richtige Zeitpunkt, es zu tun.»

    Ist Olympia 2028 in Gefahr?

    Die USA, Kanada und Mexiko richten die WM 2026 im kommenden Sommer (11. Juni bis 19. Juli) gemeinsam aus.

    Allein 11 der 16 Gastgeberstädte sind in den Vereinigten Staaten – darunter Boston und die ebenfalls demokratisch regierte Westküstenmetropole Los Angeles.

    Gerade die kalifornische Millionenstadt geriet weltweit in die Schlagzeilen, als Trump dort vor Monaten beim ersten Einsatz dieser Art Soldaten aufmarschieren liess – mit dem erklärten Ziel, Proteste gegen Razzien der Einwanderungsbehörde ICE zurückzudrängen.

    Protests against ICE
    Aktivisten protestieren in Chicago gegen ICE. - keystone

    Später folgten Einsätze in weiteren Städten, für die trotz politischer Widerstände ebenfalls Nationalgardisten mobilisiert wurden.

    Trump sagte nun, er könne auch im Falle der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles eine Verlegung des Ausrichtungsorts erwirken, falls die Stadt nach seinem Empfinden «nicht angemessen vorbereitet sein sollte».

    Dafür sei wahrscheinlich ein anderes Verfahren nötig als bei der Neuvergabe von WM-Partien, «aber wir würden es tun».

    Trump und Infantino verstehen sich gut

    Fifa -Chef Infantino pflegt enge Verbindungen zu Trump und war – zur Verwunderung vieler Beobachter – auch bei der jüngsten Zeremonie zur Unterzeichnung einer vom US-Präsidenten arrangierten Friedenserklärung für den Nahen Osten in Ägypten dabei.

    Die ägyptische Zeitung «Al-Masri al-Jum» bezeichnete den Schweizer als «seltsamsten» Gast des Gipfels in Scharm el Scheich, an dem zahlreiche Staats- und Regierungschefs wie Bundeskanzler Friedrich Merz teilnahmen.

    Infantino zeigt sich seit Jahren bei wichtigen weltpolitischen Anlässen und betont immer wieder die seiner Ansicht nach verbindende Kraft des Fussballs. Kritiker halten ihm unangebrachte Nähe zu Staaten und Regierungen vor, die demokratische Werte nicht teilen und grundlegende Menschenrechte missachten.

    Kommentare

    User #5886 (nicht angemeldet)

    Wohnen Trump und Infantino eigentlich im gleichen Gefängnis?

    User #2412 (nicht angemeldet)

    Trump wird die WM nicht mehr erleben.

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