Zwei Wochen lang verhandelte Lucien Favre mit Gladbach über eine Rückkehr. In letzter Minute machte der Schweizer einen Rückzieher – offenbar aus zwei Gründen.
Lucien Favre
Lucien Favre kann sich eine Rückkehr in die Bundesliga nicht vorstellen. - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Lange wurde Lucien Favre als Top-Kandidat auf die Nachfolge von Adi Hütter gehandelt.
  • Kurz vor Abschluss der Gespräche gab der Coach Borussia Mönchengladbach einen Korb.
  • Seine Absage hat unter anderem mit seinem Standing in den deutschen Medien zu tun.

Am vergangenen Wochenende stellte Borussia Mönchengladbach Daniel Farke (45) als neuen Trainer vor. Das war eine Überraschung. Denn: Lange galt Lucien Favre (64) als absoluter Top-Kandidat für die Hütter-Nachfolge.

Verhandlungen dauerten zwei Wochen

Laut «Sportbild» waren sich der Schweizer und sein Ex-Club bereits über eine Rückkehr einig. Favre amtete bereits von 2011 bis 2015 bei der Borussia.

Lucien Favre
Vier Jahre lang arbeitete Lucien Favre bei Gladbach als Trainer. - keystone

Die Verhandlungen sollen zwei Wochen angedauert haben. Der Trainer machte klar, welche Assistenten er mitbringen möchte. Und auch bei der Kaderplanung soll er seine Forderungen angebracht haben.

Rückzieher aus zwei Gründen

Kurz vor dem Abschluss folgte der Schock. Favre gab Gladbach in letzter Minute einen Korb. Und das ausgerechnet an dem Tag, als er bei der Mitgliederversammlung der «Fohlen» als neuer Übungsleiter vorgestellt werden sollte.

Lucien Favre
Lucien Favre wartet weiterhin auf sein nächstes Engagement als Trainer. - keystone

Sportchef Roland Virkus (55) teilte den Gästen auf der GV anschliessend mit: «Lucien Favre hat uns gesagt, dass er nicht mehr in Deutschland arbeiten möchte. Wir haben alles getan in den letzten beiden Wochen. Aber ich muss ganz klar sagen: Ich glaube nicht, dass er in den nächsten beiden Jahren Trainer bei Borussia Mönchengladbach wird.»

Wäre Lucien Favre eine gute Wahl für Gladbach gewesen?

Gemäss «Sportbild» hat Favre aus zwei Gründen einen Rückzieher gemacht. Einerseits soll er behauptet haben, dass die deutschen Medien gegen ihn seien. Deshalb sei der Druck schon im Vorfeld zu gross.

Max Eberl Lucien Favre
2011 stellt Max Eberl (links) Lucien Favre bei Gladbach als neuen Trainer vor. - Keystone

Andererseits behauptete der Romand offenbar, dass Ex-Sportchef Max Eberl im Hintergrund Stimmung gegen ihn machte. Die beiden arbeiteten vier Jahre lang zusammen. Eberl hat sein Amt mittlerweile abgelegt.

Und so wartet Lucien Favre weiterhin auf sein nächstes Engagement. Seit seinem BVB-Abgang im Dezember 2020 hat er sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

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