Liverpool: Ekitiké sieht Gelb-Rot nach Torjubel – «Das ist dumm»
Was hat sich Hugo Ekitiké denn dabei gedacht? Der Starspieler von Liverpool sieht Gelb-Rot nach einem Torjubel. Trainer Arne Slot ist überhaupt nicht erfreut.
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Das Wichtigste in Kürze
- Hugo Ekitiké hat den FC Liverpool mit einem späten Tor in den Cup-Achtelfinal geschossen.
- Der Starspieler freute sich so sehr über den Treffer, dass er beim Jubel das Trikot abzog.
- Dumm nur: Er hatte bereits eine Gelbe Karte und plötzlich waren die «Reds» in Unterzahl.
- Sein Trainer Arne Slot kommentiert: «Das war dumm.»
Mit einem dramatischen Auftritt hat Hugo Ekitiké dem FC Liverpool den Weg in den Achtelfinal des Ligapokals geebnet. Und gleichzeitig für viel Kopfschütteln gesorgt.
In der 85. Minute schlich sich der teure Neuzugang in den Strafraum. Er nahm den Ball artistisch an und jagte ihn mit einem wuchtigen Schuss unhaltbar ins Netz.
Anfield bebte, die Teamkollegen stürmten auf ihn zu – und Ekitiké liess sich von der Ekstase mitreissen. Im Überschwang riss er sich das Trikot vom Leib, die Arme weit ausgebreitet, als wolle er das ganze Stadion umarmen.
Doch die Euphorie hielt nur einige Sekunden. Da er bereits zuvor Gelb gesehen hatte, blieb dem Schiedsrichter nichts anderes übrig, als erneut die Karte zu zücken.
Gelb-Rot, Platzverweis – und Ekitiké musste unter donnerndem Applaus den Platz verlassen. Seine Mitspieler konnten glücklicherweise den knappen 2:1-Erfolg gegen den couragierten Zweitligisten Southampton über die Zeit retten.
Sein Coach Arne Slot ist aber überhaupt nicht erfreut. Nach dem Spiel wird er von «Sky» auf die Gelb-Rote von Ekitiké angesprochen.
Arne Slot: «Das war dumm»
«Unnötig? Ja. Und es war dumm. Die erste Gelbe Karte war schon unnötig und in gewisser Weise dumm, denn man muss seine Emotionen unter Kontrolle halten.»

Slot weiter: «Ich habe ihm gesagt, dass ich es vielleicht verstehen könnte, wenn man im Champions-League-Finale in der 87. Minute nach einem Dribbling gegen drei Spieler und einem Schuss in den Winkel ein Tor erzielt.»
Er habe zwar selbst nie auf diesem Niveau gespielt – aber auch er habe ein paar Tore geschossen, sagt Slot. «Ich bin altmodisch, ich bin 47 und alt. Wenn ich ein solches Tor geschossen hätte, hätte ich mich umgedreht, wäre zu Federico Chiesa gegangen und hätte gesagt: ‹Dieses Tor dreht sich nur um dich, es geht nicht um mich›.»



















