Kylian Mbappé: Darum verliert Real-Stürmer zwei China-Sponsoren
Kylian Mbappé verliert nach einem Spruch über Mao Zedong Sponsoren in China. Nun gerät auch sein neuer Ausrüster «On» aus Zürich unter Druck.

Das Wichtigste in Kürze
- Kylian Mbappé verliert nach einem Mao-Spruch mehrere chinesische Werbepartner.
- Die Zürcher Firma «On» entfernt laut Medien Beiträge mit Mbappé von ihren chinesischen Kanälen.
- Die Aktie von «On» verliert am Dienstag zeitweise knapp sechs Prozent.
Eigentlich ist es eine lockere Frage: Im Podcast «The Bridge» wird Kylian Mbappé gefragt, welches Meme ihm am besten gefällt.
Er nennt ein Scherzbild, das sein Gesicht auf dem Körper von Mao Zedong zeigt. Den Mann bezeichnet er, ohne seinen Namen zu nennen, als «chinesischen Diktator».

In China kommt das gar nicht gut an. Mao gilt dort als Gründervater der Volksrepublik, Witze über ihn sind weitgehend tabu.
Kylian Mbappé verliert Sponsoren
Die Folgen sind heftig. Drei grosse chinesische Firmen, darunter der Getränkehersteller Dongpeng und der Milchkonzern Mengniu, beenden die Zusammenarbeit. Das Staatsfernsehen zeigt zudem keine Spiele der spanischen Liga mehr.

Auch internationale Marken reagieren. Laut der Nachrichtenagentur AFP entfernen Dior und Hublot Beiträge mit Mbappé von ihren chinesischen Kanälen. In einem Adidas-Geschäft in Peking gibt es keine Real-Trikots mit seinem Namen mehr.
Mbappé hat sich inzwischen entschuldigt. China nehme die Entschuldigung «ernst», sagt ein Sprecher des Aussenministeriums. Die Kritik in den sozialen Netzwerken hält aber an.
«On» hält sich bedeckt
Mitten im Sturm steht auch «On». Die Zürcher Firma hat Mbappé erst im September als globalen Markenbotschafter verpflichtet. Mit ihm will «On» in den Fussballmarkt einsteigen, der bisher von Nike, Adidas und Puma dominiert wird.

Laut Medien hat auch «On» Beiträge mit Mbappé in China entfernt. Offiziell äussert sich die Firma zurückhaltend. Man nehme die Entschuldigung «gerne zur Kenntnis» und habe grossen Respekt vor dem chinesischen Volk.
«Wir stehen weiterhin im Dialog mit unseren Partnern und geben zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Kommentar ab.»
An der Börse gerät die Firma unter Druck. Die in New York kotierte Aktie verliert am Dienstag zeitweise knapp sechs Prozent und schliesst drei Prozent tiefer.
















