Quellen: «Menschliches Versagen» mögliche Ursache
Zwei Hochgeschwindigkeitszüge krachen in Spanien ineinander – zahlreiche Opfer werden befürchtet. Die aktuellsten Entwicklungen gibt es hier im Live-Ticker.

In Spanien sind am Mittwochmorgen zwei Hochgeschwindigkeitszüge zusammengeprallt.
Das Unglück ereignete sich auf einer Strecke zwischen Madrid und Sevilla. Die spanische Regierung spricht von einem «schwerwiegenden Vorfall».
Bei dem schweren Unfall sollen mindestens 50 Personen ums Leben gekommen sein – zahlreiche sind verletzt.
Die aktuellsten Entwicklungen findest du hier im Nau.ch-Ticker.
Nach ersten Erkenntnissen könnte menschliches Versagen zu dem schweren Zugunglück geführt haben.
Wie mit den Ermittlungen vertraute Quellen gegenüber der Zeitung «ABC Sevilla» berichten, sollen beide Züge zunächst wegen Reparaturarbeiten auf den Gleisen gestanden haben.
Anschliessend erhielt der Renfe-Zug die Anweisung, wieder anzufahren. Dabei sollen die Verantwortlichen jedoch nicht bemerkt haben, dass der vorausfahrende Iryo-Zug weiterhin auf den Gleisen stand.
‼️Accidente tren
— Guardia Civil (@guardiacivil) October 28, 2026
🚨 La Guardia Civil ha desplegado en la zona personal de Seguridad Ciudadana de la provincia de Toledo, OMAC (Oficinas Móviles de Atención a la Ciudadanía) así como agentes del SEPRONA y de la Jefatura de Tráfico.
✔️ También se desplazan a la zona en este… pic.twitter.com/5UxspxBARH
Dies könnte zur Kollision und zum anschliessenden Entgleisen geführt haben. Die Guardia Civil untersucht den Vorfall weiterhin. Warum die Verantwortlichen die Situation nicht erkannten, ist bislang unklar.
Bundespräsident Guy Parmelin hat sich nach dem Zugunglück in Spanien bestürzt gezeigt und den Opfern, ihren Angehörigen sowie den Verletzten sein Mitgefühl ausgesprochen.
Die Schweiz stehe in dieser schweren Stunde solidarisch an der Seite des spanischen Volkes. Zudem dankte Parmelin den Rettungskräften für ihren Einsatz, wie er auf X schrieb.
Profondément attristé par le tragique accident ferroviaire survenu en Espagne.
— Guy Parmelin (@ParmelinG) October 28, 2026
Mes pensées vont aux victimes, à leurs familles et aux personnes blessées.
En ces heures difficiles, la 🇨🇭 se tient aux côtés du peuple espagnol et exprime toute sa solidarité.
Ma reconnaissance va…
Die Zahl der Todesopfer ist laut Zivilschutz auf 50 gestiegen. Mindestens 179 weitere Menschen wurden bei dem Zusammenstoss der beiden Züge verletzt. Insgesamt befanden sich knapp 400 Personen an Bord.
#AccidenteFerroviario
— Guardia Civil (@guardiacivil) October 28, 2026
🚨 Imágenes de las labores de rescate de los efectivos del #GREIM y de #SeguridadCiudadana y de la evacuación de uno de los heridos por parte del #ServicioAéreo al Hospital 12 de Octubre.
🚔 Además de las unidades destacadas anteriormente, se han… pic.twitter.com/2KeZvGK2hu
Die Tragödie löst landesweit Bestürzung aus. König Felipe VI. sprach den Opfern und ihren Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus.
Zahlreiche Politikerinnen und Politiker unterbrachen zudem ihren Wahlkampf in Andalusien. Das andalusische Parlament und der spanische Senat sagten ihre Sitzungen für Mittwoch und Donnerstag ab.
Europäische Spitzenpolitiker haben nach dem tödlichen Zugunglück in Spanien den Angehörigen der Opfer ihr Beileid ausgedrückt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb auf X, ihr Mitgefühl gelte den Familien und Angehörigen der Opfer. «Heute trauert Europa mit euch.»
EU-Ratspräsident António Costa drückte den Angehörigen der Todesopfer sein Beileid aus und wünschte den Verletzten schnelle Genesung. Er dankte den Rettungskräften und schrieb: «Meine ganze Unterstützung gilt dem spanischen Volk in diesen Stunden der Trauer.»

Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments, schrieb, sie sei tief bestürzt. «Ich teile die Trauer der Familien und Freunde der verstorbenen Opfer angesichts des unersetzlichen Verlusts ihrer Angehörigen und wünsche den Verletzten eine schnelle und vollständige Genesung.»
Manfred Weber, Partei- und Fraktionsvorsitzender der konservativen EVP im Europäischen Parlament, schrieb: «Wir stehen dem spanischen Volk in dieser schweren Zeit nach dem tragischen Zugunglück in Toledo zur Seite.» Die Gedanken seien bei den Opfern, den Familien, die ihre Angehörigen verloren haben, allen Verletzten und allen, die von dieser Tragödie betroffen sind.
Beteiligt waren ein Zug der staatlichen Bahngesellschaft Renfe und ein Zug des privaten Anbieters Iryo. Der Renfe-Zug war laut der spanischen Tageszeitung «El País» um 8 Uhr morgens in Madrid in Richtung Sevilla gestartet. Der Iryo-Zug fuhr in die entgegengesetzte Richtung.

Augenzeugen berichten von vielen Verletzten. Rettungskräfte trafen rasch am Unfallort ein. Videos, die nach dem Unfall kursierten, zeigen schwere Schäden an den Zügen.
Laut «Sky News» sind mindestens 39 Menschen gestorben.
Waggons stürzen Abhang hinab
Zwei Waggons entgleisten beim Aufprall und fielen einen Abhang hinunter. Das genaue Ausmass der Schäden ist noch unklar. Wie viele Menschen verletzt oder getötet wurden, ist derzeit noch nicht bekannt.
SPAIN TRAIN COLLISION: AT LEAST 10 DEAD NEAR TOLEDO
— Subodh Kumar (@kumarsubodh_) October 28, 2026
At least 10 people have been killed after two high-speed trains collided near Toledo, Spain, El País reports.
“Many more” victims are expected, according to the report. pic.twitter.com/fIpVR8xFVe
Laut Berichten soll der Renfe-Zug kurz vor dem Zusammenstoss angehalten haben. Grund dafür war ein nicht näher beschriebenes Verkehrsproblem auf der Strecke. Anschliessend fuhr der Zug mit reduzierter Geschwindigkeit weiter – und prallte dann auf den entgegenkommenden Iryo-Zug.
Die Bahngesellschaft Renfe bestätigte den Vorfall auf der Plattform X.
Demnach ist der Zugverkehr zwischen Madrid, Ciudad Real und der Region Andalusien bis auf Weiteres unterbrochen.
Unglück mit 46 Toten schon Anfang Jahr
Schon Anfang Jahr kam es in Spanien zu einem Zugunglück mit 46 Todesopfern. In der Nähe von Adamuz in der Provinz Córdoba kollidierten zwei Züge. Einer der beiden war zuerst entgleist und auf das benachbarte Gleis geraten, wo er mit einem entgegenfahrenden Zug kollidierte.

Neben den 46 Todesopfern forderte das Unglück 152 Verletzte. 29 von ihnen wurden schwer verletzt.












