Kaltstart gegen «Unbekannte» Ungarn: U21 will Auftaktsieg

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    Für den DFB-Nachwuchs wird es ein EM-Start unter besonderen Bedingungen. Der Gegner ist schwer einzuschätzen, das Team kaum eingespielt, wegen der Pandemie fehlen die Fans. Offen sind Personalfragen.

    Die Vorbereitung auf Ungarn viel für die deutsche U21 sehr kurz aus. Foto: Marton Monus/dpa
    Die Vorbereitung auf Ungarn viel für die deutsche U21 sehr kurz aus. Foto: Marton Monus/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach einer kurzen Vorbereitung sind Deutschlands U21-Fussballer bereit für den EM-Start.

    Nach nur drei gemeinsamen Trainingseinheiten im Gastgeberland Ungarn geht es für die DFB-Auswahl heute (21.00 Uhr/ProSieben) gegen den Mit-Ausrichter um einen gelungenen Auftakt.

    «Wenn wir unsere Leistung auf dem Platz bringen, dann sehe ich gute Chancen für uns», sagte Innenverteidiger Nico Schlotterbeck vom 1. FC Union Berlin. Das Wichtigste zum deutschen EM-Auftakt im Überblick:

    AUSGANGSLAGE: Gegen den vermeintlich schwächsten Gegner sind drei Punkte fest eingeplant. Zwei Teams aus der Vierergruppe schaffen den Sprung ins Viertelfinale, weitere Gegner sind die hoch eingeschätzten Niederlande und Rumänien, das es 2017 überraschend bis ins Halbfinale schaffte. «Das Ziel ist ganz klar, wir wollen Ende Mai noch einmal hierher», sagte Trainer Stefan Kuntz mit Blick auf die K.o.-Phase.

    PERSONAL: Besonders im Fokus steht einer, der vielleicht nicht von Beginn an aufläuft: Das 16 Jahre alte Mega-Talent Youssoufa Moukoko könnte am Mittwoch Deutschlands bisher jüngster U21-Spieler werden. «Youssoufa hat die Qualitäten, die er hat und wird berechtigt auch Wunderkind genannt», lobte Schlotterbeck. Ebenfalls noch offen ist die TorhüterFrage: Lennart Grill, Finn Dahmen und Markus Schubert haben Chancen auf die Nummer eins. «Es gibt für alle ein Für und Wider», sagte Kuntz, der die Entscheidung erst am Spieltag treffen will. Gegen Ungarn noch fehlen wird Maxim Leitsch, der am Montag mit dem VfL Bochum noch 2. Liga spielte und erst am Dienstag anreiste.

    GEGNER: Kuntz bezeichnete den Gastgeber, der erstmals seit 1996 wieder an einer U21-EM teilnimmt, als «Unbekannte». Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Corona-Fälle beim Gegner, die das Team ordentlich durcheinander wirbelten. «Googeln müssen wir nicht», sagte der Coach mit Blick auf die ungarische Aufstellung, stellte aber auch klar: «Wir wollen uns sehr stark auf unser Spiel konzentrieren.»

    Corona-LAGE: Die Corona-Zahlen in Ungarn sind hoch, die deutsche Elf bewegt sich daher nur zwischen Hotel, Trainingsplatz und Stadion. Doch selbst im Teamhotel muss Abstand gehalten werden - um für den Fall einer Corona-Infektion im Team gewappnet zu sein. «Als wir im Hotel in einem 300 Quadratmeter grossen Speisesaal sassen, alle an Einzeltischen - da bist du echt am überlegen», berichtete Kuntz. «Aber wir nehmen die Situation so an, wie sie ist.»

    UND SONST? Zuschauer sind wegen der hohen Corona-Infektionszahlen in den Gastgeberländern Ungarn und Slowenien nicht zugelassen. «So ein Turnier ist einmalig», sagte Schlotterbeck. «Das ohne Zuschauer zu spielen, ist schon schade.» Die nächste Chance für den deutschen Nachwuchs könnte sich bei der Finalrunde ab Ende Mai ergeben - dann könnten je nach Corona-Lage wieder Fans in den Stadien dabei sein.

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