Jürgen Klopp: «Kenne mehr Oranje-Spieler persönlich als Xavi»
Jürgen Klopp steht am Donnerstag erstmals als Bundestrainer bei der deutschen Nationalmannschaft an der Seitenlinie. Die Erwartungen an den Trainer sind hoch.

Das Wichtigste in Kürze
- Jürgen Klopp steht vor seinem ersten Spiel als deutscher Nationaltrainer.
- Am Donnerstag (20.45 Uhr) trifft die DFB-Elf in der Nations League auswärts auf Holland.
- Klopp gibt sich vor seiner Premiere optimistisch – will aber noch nichts versprechen.
Am Donnerstagabend startet der deutsche Fussball in eine mit Spannung erwartete neue Ära: Erstmals läuft die DFB-Elf in der Nations League in Amsterdam gegen Holland unter Bundestrainer Jürgen Klopp auf. Der 59-Jährige hatte nach der WM-Blamage im Sommer von Julian Nagelsmann unternommen.
Und der einstige Erfolgstrainer von Borussia Dortmund und Liverpool hat einen massiven Umbruch eingeleitet. Für seinen ersten Nationalteam-Zusammenzug hat Jürgen Klopp ganze 44 Spieler nominiert – davon sind 16 erstmals aufgeboten.
Und Klopp rotiert während der dreiwöchigen Länderspiel-Phase: Die eine Kader-Hälfte bestreitet die ersten beiden Spiele gegen Holland und zuhause gegen Griechenland. Für das Heimspiel gegen Serbien und die Auswärts-Partie in Griechenland rückt die zweite Kader-Hälfte ein.

Am Mittwoch stellte sich Klopp in Amsterdam nochmals den Medien. Aufregung verspürt der ehemalige Champions-League-Sieger «noch nicht», wie er zugibt. «Aber ich gehe mal davon aus, es wird noch gut. Positive Anspannung ist, glaube ich, schon da.»
Dass es gleich gegen den Rivalen aus den Niederlanden geht, freut den neuen Bundestrainer: «Ich wüsste gar nicht, gegen wen ich lieber spielen würde. Brettstarker Gegner, neuer Trainer», so Klopp.

Dieser neue Trainer ist Barça-Legende Xavi. Über den Spanier sagt Klopp mit einem Augenzwinkern: «Ich kenne mehr Spieler von Holland persönlich als Xavi. Ob das ein Vorteil ist, weiss ich nicht. Ein Fakt ist es trotzdem.»
Xavi selber schwärmt vom Deutschen: «Ich liebe ihn», so der Spanien vor den Medien. «Er ist einer der besten Trainer der Welt in den letzten Jahren und hat das wirklich gut gemacht. Ich habe grossen Respekt vor ihm.»
«Alle haben sich über die Einladung gefreut»
Für die neu zusammengestellte DFB-Elf von Jürgen Klopp ist es ein Kaltstart – kein Testspiel, sondern direkt der Ernstfall. «Dementsprechend wird nach dem jeweiligen Ergebnis auch alles zu überprüfen sein», gibt Klopp zu.
«Aber der Eindruck, den die Jungs gemacht haben, war: Alle haben sich über die Einladung gefreut, und alle wollen sich auf den Weg einlassen.»

Über sein Kader schwärmt der 59-Jährige vor dem ersten Spiel. «Es sind herausragende Talente, die wir da haben, in all ihren Facetten. Wir haben ja nur ein Problem mit Fussball, dass die anderen auch gut sind», scherzt Klopp. «Dafür ist Taktik im Fussball erfunden worden.»
Jürgen Klopp will keine Titel versprechen
«Es ging um die Fragen: Wer kann sich so formieren? Wer kann sich so organisieren, dass individuelle Vorteile des Gegners nicht so sichtbar werden, wie wenn man sich nicht organisiert? Und darum haben wir uns gekümmert», versichert der neue Bundestrainer.

Grosse Versprechungen in Sachen Titel-Gewinne will «Kloppo» aber vermeiden. «Versprechen möchte ich nichts. Versprechen kann ich, dass wir es probieren wollen», hält der DFB-Coach fest.
«Ich bin dafür verantwortlich, dass wir mit der Nationalmannschaft den Fussball so beeinflussen, dass wir immer eine gute Chance haben.»
















