Trainer

Homophobe Gesänge: Rangnick verzichtet auf drei Spieler

DPA
DPA

Österreich,

Von der Liga wurden sie gesperrt, vom Nati-Trainer ignoriert: Die homophoben Gesänge haben für die österreichischen Rapid-Spieler Konsequenzen.

Ralf Rangnick
Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick wird auf drei Nationalspieler verzichten. - Christian Charisius/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Ralf Rangnick verzichtet für die kommende Nati-Pause auf einige Rapid-Spieler.
  • Diese beleidigten zuletzt den Derby-Gegner Austria mit homophoben Gesängen.
  • Der österreichische Nationaltrainer will dieses Verhalten nicht tolerieren.

Marco Grüll und der frühere Bundesliga-Profi Guido Burgstaller werden nach der Beteiligung an homophoben Gesängen vorerst nicht für die österreichische Nationalmannschaft zum Einsatz kommen.

Angesichts des Vorfalls bei Grülls aktuellem Verein Rapid Wien nominierte ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick die beiden nicht für das kommende Trainingslager im spanischen Marbella sowie für die Tests gegen die Slowakei und die Türkei. Auch der ebenfalls an dem Eklat beteiligte Rapid-Torwart Niklas Hedl fehlt im Aufgebot.

Rapid Wien Austria Wien
Mehrere Spieler, der Geschäftsführer und der Co-Trainer von Rapid Wien sorgen in der österreichischen Bundesliga für einen Skandal. - keystone

«Das ist etwas, das ich in einer Mannschaft, wo ich Trainer bin – egal ob im Verein oder hier bei der Nationalmannschaft – nicht tolerieren werde», betonte Rangnick bei der Kader-Bekanntgabe am Montagabend.

Seine Entscheidung gegen das Trio sei aber nicht endgültig. «In dem Fall erwarte ich mir, dass sich die Jungs mit diesem Thema ernsthaft auseinandersetzen, und verstehen, was es für Menschen bedeutet, wenn sie auf so eine Art und Weise öffentlich beleidigt oder diskriminiert werden», erklärte Rangnick.

Mehrere Spiele gesperrt

Der aktuell noch für Rapid auflaufende 25-jährige Offensivspieler Grüll hatte unter anderem mit Burgstaller den Derby-Gegner Austria Wien nach dem 3:0-Erfolg am 25. Februar mit Gesängen beleidigt.

Grüll, Burgstaller und weitere Profis wurden deshalb vorige Woche vom Strafsenat der österreichischen Fussball-Bundesliga für einige Spiele gesperrt. Zudem haben Geschäftsführer Steffen Hofmann und Co-Trainer Stefan Kulovits Strafen kassiert.

Kommentare

Weiterlesen

rapid wien austria wien
7 Interaktionen
Ex-YB-Spieler dabei
PSG Olympique Marseille
11 Interaktionen
«Undenkbar»
Rapid Wien SK
Derby-Skandal

MEHR IN SPORT

2. Bundesliga
1 Interaktionen
2. Bundesliga
WM 2026
9 Interaktionen
WM-Aufgebot
Dominique Aegerter
1 Interaktionen
Plätze 12 und 18

MEHR TRAINER

Baden
1 Interaktionen
Für neue Saison
Colin Feldmann
Unihockey
x
5 Interaktionen
Trainer-Ikone
David Hauss
Aarau Track Club

MEHR AUS ÖSTERREICH

Israel
529 Interaktionen
Buh-Rufe in Halle
Eurovision Song Contest 2026
529 Interaktionen
Israel ist Zweiter
Wien
8 Interaktionen
Wien
Felicia
5 Interaktionen
Nach Generalprobe!