Bayern-Profi Serge Gnabry traut seinem bisher enttäuschenden Vereinskollegen Leroy Sané bei dieser EM noch den Durchbruch zu und sieht im jungen Jamal Musiala einen neuen Trumpf im deutschen Spiel.
Deutschlands Serge Gnabry und Leroy Sané (r) unterhalten sich nach einer Partie auf dem Platz. Foto: Federico Gambarini/dpa
Deutschlands Serge Gnabry und Leroy Sané (r) unterhalten sich nach einer Partie auf dem Platz. Foto: Federico Gambarini/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Natürlich sei es bei seinem Münchner Mitspieler «bisher noch nicht so rund gelaufen bei diesem Turnier genauso wie für ein paar andere», sagte Gnabry.

«Bei dem Talent und der Spielstärke von Leroy» werde er sich durchsetzen, erklärte Offensivspieler Gnabry zu Sané.

Natürlich sei es bei seinem Münchner Mitspieler «bisher noch nicht so rund gelaufen bei diesem Turnier genauso wie für ein paar andere», sagte Gnabry. Aber beim 2:2 jüngst gegen Ungarn habe Sané schon «Gas gegeben» und «auch defensiv viel gearbeitet». Das sei «eine gutes Zeichen von ihm» gewesen: «Darauf muss er aufbauen.»

Die Mannschaft würde Sané Selbstbewusstsein zusprechen, berichtete der Bayern-Angreifer: «Wenn er seine Chance kommt, dann muss er sie nutzen.» Pfiffe für Sané habe er nicht wahrgenommen: «Es wäre natürlich viel schöner, wenn Unterstützung kommen würde. Ich bin sicher, dass Leroy alles gibt, was er kann. Es wird sich irgendwann noch zeigen. Sobald eine gute Aktion zu einem Tor führt, ist das Geschrei wieder gross. Deshalb bin ich da ganz ruhig.»

Seinem jungen Kollegen Musiala bescheinigte Stammspieler Gnabry «echt aussergewöhnliche» Qualitäten. Der Youngster sei auch für die besondere Aufgabe EM-Achtelfinale bereit. «Da gibt es überhaupt keine Zweifel daran. Es macht keinen Unterschied, ob in Wembley oder woanders: Er wird sein Spiel durchziehen.» Mit seinen speziellen Fähigkeiten im Dribbling und in Eins-zu-eins-Situationen könne Musiala der Mannschaft «extrem weiterhelfen», meinte Gnabry. Musiala sei «ein ganz angenehmer Junge».

Den Spitzname «Bambi» hat Sané an den jungen Offensivmann vergeben, «wegen seiner Bewegungen, die sehr flüssig sind, er kommt immer an den Gegenspielern vorbei», berichtete Gnabry: «Zudem ist er noch extrem jung, einfach ein lieber, süsser Kerl.»

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