Freiburg-Torjäger Petersen: Fussball hat ein «Image-Problem»

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Deutschland,

Stürmer Nils Petersen hat dem Profi-Fussball angesichts der Streitigkeiten einiger Bundesligisten über einen Gehaltsverzicht wegen der Coronavirus-Pandemie ein «Image-Problem» attestiert.

Kritischer Geist: Freiburg-Torjäger Nils Petersen. Foto: Tom Weller/dpa
Kritischer Geist: Freiburg-Torjäger Nils Petersen. Foto: Tom Weller/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der frühere Torjäger von Werder Bremen und Bayern München plädiert zudem für Veränderungen in der Verteilung der Fernseh-Einnahmen, um die Spannung in der Liga zu erhöhen.

«Wer soll es verstehen, wenn Fussballer, die Millionen verdienen, nicht auf ein paar Tausend Euro verzichten wollen, während kleine Unternehmer Insolvenz anmelden müssen?», sagte der Stürmer des SC Freiburg im Interview des «Weser-Kurier» und ergänzte: «Aber es gibt eben Menschen, die verzichten nicht gerne. Ganz egal, wie viel sie bekommen. Das ist eine Typfrage.»

Der frühere Torjäger von Werder Bremen und Bayern München plädiert zudem für Veränderungen in der Verteilung der Fernseh-Einnahmen, um die Spannung in der Liga zu erhöhen. «Eine Idee wäre, die Gelder im Verhältnis von sportlichem Erfolg zu finanziellem Einsatz zu verteilen. Das würde dem Leistungsgedanken entsprechen und zur wirtschaftlichen Stabilität beitragen», sagte Petersen.

Gleichzeitig mahnte der Angreifer, dass die Profi-Clubs besser mit den Millionen-Einnahmen umgehen müssen. Durch die Coronavirus-
Pandemie seien Teams «schnell ins Schwimmen geraten, weil sie schlecht gewirtschaftet haben». Dies sollte auch den Fans die Augen öffnen. «Geht es darum, immer die besten Spieler zu kaufen. Oder geht es nicht eher darum, dass der Verein wirtschaftlich gesund ist», betonte Petersen. «Ich denke, dass nur ausgegeben werden sollte, was eingenommen wird. Macht man das nicht, könnte ich mich als Fan gar nicht freuen.»

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