Stadt Zürich

Mann nach antisemitischem Angriff in Zürich festgenommen

Im Zürcher Kreis 3 wurde eine jüdische Person mit Faustschlägen traktiert. Der Angreifer konnte festgenommen werden.

Juden Antisemitismus
Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus gründeten auf historisch fest verankerten Denk- und Verhaltensmuster. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein 26-jähriger orthodoxer Jude wurde in Zürich körperlich angegriffen.
  • Sein Angreifer, ein 40-jähriger Kosovare, konnte festgenommen werden.
  • Solche Gewalt müsse verfolgt werden, fordert der Schweizerisch Israelitische Gemeindebund.

Erneuter Angriff auf orthodoxe Juden in der Stadt Zürich.

Die Stadtpolizei hat am Montagabend im Kreis 3 einen 40-jährigen Kosovaren festgenommen. Dieser hatte einen jüdischen Mann unvermittelt tätlich angegriffen.

Gemäss bisherigen Erkenntnissen habe der bereits poliziebekannte Verhaftete den 26-jährigen orthodoxen Juden mit Faustschlägen angegriffen.

Der Angreifer habe dank mehreren zu Hilfe kommenden Personen überwältigt werden können. Er äusserte sich danach wiederholt antisemitisch, auch dann, als die Polizei bereits vor Ort war. Das teilte die Polizei am Dienstag mit.

«Serie antisemitischer Übergriffe»

Auch der Schweizerisch Israelitische Gemeindebund hat sich zum Angriff geäussert. In einer Medienmitteilung schreibt er: «Der Vorfall zeigt, dass antisemitische Gewalt in der Schweiz eine reale Bedrohung darstellt.»

Der Angriff sei keine Zufallstat gewesen. Er habe sich gezielt gegen einen jüdischen Menschen gerichtet.

Denkst du, die Schweiz tut genug gegen Antisemitismus?

«Damit reiht sich der Vorfall in die Serie antisemitischer Übergriffe ein.» Diese hätten in der Schweiz seit Oktober 2023 stark zugenommen.

«Solche Taten verstärken das ohnehin gestiegene Unsicherheitsgefühl innerhalb der jüdischen Gemeinschaft erheblich», so der Schweizerisch Israelitische Gemeindebund. Man erwarte nun, dass «antisemitische Gewalt konsequent verfolgt und klar benannt» werde.

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