Die Uefa reduziert das Strafmass gegen die ungarische Fussballnationalmannschaft. Nur ein Spiel der Osteuropäer muss vor leeren Rängen stattfinden.
ungarische fussballnationalmannschaft
Ungarische Fans benahmen sich bei der EM öfters daneben. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Uefa reduziert das Strafmass gegen Ungarn auf ein Spiel.
  • Fans der Osteuropäer hatten sich während der EM diskriminierend verhalten.

Der Berufungsausschuss der Europäischen Fussball-Union Uefa hat das Strafmass gegen Ungarn abgemildert. Grund war diskriminierenden Verhaltens seiner Fans bei den EM-Spielen gegen Portugal, Frankreich und Deutschland.

Demnach muss Ungarns Fussball-Nationalteam nur das nächste Uefa-Heimpflichtspiel ohne Zuschauer austragen. Ursprünglich waren zwei Partien vor leeren Rängen vorgesehen. Ein weiteres Spiel wird zur Bewährung von zwei Jahren ausgesetzt. Das entschied das Gremium laut einer Mitteilung der Uefa von Mittwoch.

Geldstrafe und Banner im Stadion

Die weiteren Sanktionen haben weiter Bestand: Der ungarische Verband muss eine Geldstrafe von 100'000 Euro zahlen. Bei der Partie ohne Zuschauer muss ein Banner mit der Aufschrift #EqualGame präsentiert werden.

Nach dem ersten Gruppenspiel in Budapest wurde Cristiano Ronaldo von manchen Zuschauern in der Puskas Arena übel angefeindet wurde. Dies hatten portugiesische Medien berichtet. Vor dem Spiel gegen Deutschland in München hatten ungarische Fans «homophobe Sprechchöre» skandiert. Das geht aus Berichten der Polizei hervor.

Später versuchten sie demnach auch «gemeinsam in einen anderen Block überzuwechseln». Im Spiel gegen Frankreich waren Spieler des Weltmeisters wüst und rassistisch beschimpft worden.

Nach der Uefa-Entscheidung dürfte das erste Heimspiel Ungarns bei der kommenden Auflage der Nations League betroffen sein.

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