Champions League: Polizei setzt Tränengas gegen zahlende Fans ein

Mathias Kainz
Mathias Kainz, Simon Binz

Spanien,

Der Final der Champions League beginnt verzögert. Bilder zeigen Fans, die die Absperrungen zum Stadion überwinden. Die Polizei setzte auch Tränengas ein.

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Fussball-Fans stürmen das Stade de France in Paris vor dem Final der Uefa Champions League. - Twitter/@carrusel

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor dem CL-Final-Anspiel spielten sich rund um das Stadion in Paris chaotische Szenen ab.
  • Offenbar versuchten zahlreiche Liverpool-Fans, ohne Ticket ins Stadion zu gelangen.
  • Die französische Polizei setzte Tränengas ein – offenbar auch gegen zahlende Fans.

Der Anpfiff des Finals der Champions League zwischen Real Madrid und dem FC Liverpool verzögerte sich um 30 Minuten. Das teilten die Veranstalter im Stade de France bei Paris kurz vor dem eigentlich geplanten Spielbeginn um 21.00 Uhr mit.

Dies geschehe aus Sicherheitsgründen, hiess es auf der Anzeigetafel. Zahlreiche Fans des FC Liverpool befanden sich kurz vor dem geplanten Anpfiff noch nicht auf den Rängen. Bilder in den sozialen Netzwerken zeigen teils chaotische Szenen beim Einlass rund um die Arena.

Laut spanischen Medienberichten versuchten zahlreiche Fans, ohne Ticket ins Stadion zu gelangen. In den sozialen Medien kursierten zudem Berichte, wonach die Polizei mit Tränengas gegen die Fan-Ansammlungen vorgegangen sei.

Offenbar wurden sogar zahlende Fans mit Pfefferspray von der Polizei zurückgedrängt. Ein Video (Twitter oben) zeigt, wie mehrere Liverpool-Fans vor dem Stadion um Einlass bitten und zum Beweis ihr Ticket zeigen. Plötzlich drehen sie sich weg und halten sich die Hände vor die Augen, die Kamera schwenkt auf einen Polizisten, der Tränengas einsetzt.

Champions League
Die französische Polizei hat einen Journalisten dazu gezwungen, sein Videomaterial vom Geschehen vor dem Stadion zu löschen. - Twitter

Besonders brisant: Offenbar wollte die französische Polizei eine negative Berichterstattung über das Geschehen vor dem Stadion verhindern. Einem britischen Reporter wurde sogar mit der Aufhebung der Akkreditierung gedroht, sollte er sich weigern, seine aufgenommenen Videos zu löschen. Gegenüber der «BBC» erklärte Steve Douglas («AP»), er habe Folge geleistet, weil es sein Job sei, das Spiel zu verfolgen und darüber zu berichten.

Der Spielbeginn des Finals der Champions League sollte sich zunächst nur um 15 Minuten verzögern. Kurz vor dem geplanten neuen Anpfiff musste dieser erneut verschoben werden. Erst um 21.36 Uhr erfolgte schliesslich der Anstoss.

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