Mario Balotelli

    Brescia-Präsi: «Mario Balotelli ist mit dem Kopf nicht mehr bei uns»

    Pascal Moser
    Pascal Moser

    Italien,

    Mario Balotelli (29) ist einer der umstrittensten Fussball-Profis der Welt. Er sorgt nun auch bei seinem aktuellen Arbeitgeber Brescia für Ärger.

    Mario Balotelli
    Mario Balotelli hat bei Brescia einen Vertrag bis 2022. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Balotelli sorgt auf und neben dem Platz immer wieder für Wirbel.
    • Auch bei Brescia Calcio ist man mit dem «Enfant Terrible» nicht zufrieden.

    Wenn einer auf dem schmalen Grad zwischen Genie und Wahnsinn balanciert, dann wohl Mario Balotelli. Der 29-jährige Italiener gehört wohl zu den begabtesten Fussballern der Neuzeit. Seine Eskapaden auf und neben dem Feld werden ihm regelmässig zum Verhängnis.

    «Super Mario» hat schon bei den ganz grossen Klubs dieser Welt gespielt. Mit Inter Mailand gewinnt er dreimal die italienische Meisterschaft und wurde 2010 Champions-League-Sieger. 2012 wird Manchester City mit ihm englischer Meister.

    Balotellis grosse Vorstellung gegen Deutschland an der EM 2012.

    Unvergessen: Die Europameisterschaft 2012, als Mario Balotelli die «Squadra Azzura» im Alleingang in den Final schiesst. Er erzielt beide Tore im Halbfinal gegen Deutschland. Sein Jubel nach dem zweiten Treffer erlangt Kultstatus.

    Doch Balotelli ist kein Kind von Trauigkeit. Immer wieder sorgt er für Skandale. Auch bei seinem aktuellen Verein Brescia Calcio, zu dem er 2019 ablösefrei wechselte.

    Was halten Sie von Mario Balotelli?

    Der 29-Jährige lässt am Dienstag das Training sausen. Kein Wunder, wie Präsident Massimo Cellino meint: «Das war schon immer so – Corini (Trainer, d. Red.) hat ihn am Anfang zu sehr verwöhnt und ihm seine Verspätungen verziehen.»

    Massimo Cellino
    Massimo Cellino ist Präsident von Brescia Calcio. - dpa

    Brescia-Präsident: «Wir sind alle enttäuscht von Mario Balotelli»

    «Mario ist ein besonderer Kerl. Er ist mit dem Kopf micht mehr bei uns», so Cellino gegenüber «Telelombardia». Auf die Frage, ob man sich von «Super Mario» trennen werde, antwortet er nicht direkt.

    Er habe ihn geliebt, führt der Brescia-Präsident aus. «Ich hoffte, dass die ihm die heimatliche Luft gut tun würde. Wir sind alle enttäuscht.»

    Balotellis Vertrag läuft noch bis Juni 2022.

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