Auch in der Bundesliga gibt es nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine Proteste. In Hannover wird ein Song der Hoffnung gespielt, in München leuchten die Farben Gelb und Blau.
Die Allianz Arena leuchtete am Abend in Blau-Gelb. Foto: Peter Kneffel/dpa
Die Allianz Arena leuchtete am Abend in Blau-Gelb. Foto: Peter Kneffel/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Stadion des FC Bayern München hat vor dem Gastspiel des deutschen Fussball-Rekordmeisters bei Eintracht Frankfurt in den Farben der Ukraine geleuchtet.

«Der FC Bayern unterstützt die Stadt München bei ihren Zeichen für Frieden und Solidarität mit der Ukraine sowie der Partnerstadt Kiew», teilten die Bayern mit.

Wegen des Angriffs von Russland auf das Nachbarland wurde vor dem Bundesliga-Spiel TSG 1899 Hoffenheim gegen VfB Stuttgart eine Schweigeminute abgehalten. Die Zuschauer und beide Mannschaften verharrten in Sinsheim unmittelbar vor dem Anpfiff. «Stop war - wir gegen Krieg», hiess es auf einem grossen Plakat, das beide Teams präsentierten.

Krieg «mit Werten des Sports unvereinbar»

Beim Zweitligaspiel in Hannover wurde zudem auf den üblichen Einlaufsong verzichtet. Stattdessen wurde «Imagine» von John Lennon gespielt. Der Song war im März 1971 während des Vietnamkrieges entstanden und hat sich zu einem Protestsong und einem Symbol für Hoffnung entwickelt.

«Wir verurteilen den Angriff auf die Ukraine - und damit auf das Leben und die Heimat unschuldiger Menschen», hatte die Deutsche Fussball Liga vor dem Spieltag mitgeteilt und den Bundesliga-Clubs die Gedenkminute empfohlen. «Krieg ist in jeder Form inakzeptabel - und mit unseren Werten des Sports unvereinbar. Unsere Sorge gilt den betroffenen Menschen vor Ort.»

Clubs zeigen sich betroffen

Zweitligist Dynamo Dresden will das Zeichen der Solidarität ganz bewusst nutzen, um die ganz persönliche Verbundenheit auszudrücken. «Ich habe Freunde in Kiew und acht Jahre lang mit einem russischen Co-Trainer gearbeitet», sagte Dynamo-Trainer Alexander Schmidt am Freitag. Gemeinsam mit dem Russen Denis Buschujew hatte Schmidt zwischen 2009 und 2013 unter anderem die U19, die Amateure und schliesslich auch die Profi-Mannschaft des damaligen Zweitligisten 1860 München trainiert.

Die Clubs der 1. und 2. Bundesliga hatten ausnahmslos ihre Betroffenheit zum Ausdruck gebracht. «Wir sind fassungslos. Es herrscht Krieg auf europäischem Boden. Wir sind in Gedanken bei den Opfern und Betroffenen in der Ukraine. Aus Respekt vor den Geschehnissen in der Ukraine schränken wir unsere karnevalistischen Inhalte stark ein», erklärte der 1. FC Köln.

«Wir verurteilen den Angriff auf die Ukraine - und damit auf das Leben und die Heimat unschuldiger Menschen», hatte die Deutsche Fussball Liga vor dem Spieltag mitgeteilt und den Bundesliga-Clubs die Gedenkminute empfohlen. «Krieg ist in jeder Form inakzeptabel - und mit unseren Werten des Sports unvereinbar. Unsere Sorge gilt den betroffenen Menschen vor Ort.»

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