Bayern München: Keine zusätzliche Sperre gegen Kimmich und Olise

Andrea Schüpbach
Andrea Schüpbach

Deutschland,

Bayern München kann aufatmen. Die Uefa untersucht die Gelben Karten gegen Joshua Kimmich und Michael Olise nicht.

Joshua Kimmich Bayern München
Joshua Kimmich und Michael Olise sind beide für das Achtelfinal-Rückspiel gesperrt. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Kimmich und Olise sahen in der Champions League Gelb für Zeitspiel.
  • Experten vermuten, dass es Absicht war. So gehen sie unbelastet in den Viertelfinal.
  • Sergio Ramos wurde vor Jahren für eine absichtliche Gelbe Karte gesperrt.
  • Die Uefa hat sich nun offenbar entschieden, die Bayern-Stars nicht zu sperren.

Aufatmen bei Bayern München. Die Uefa hat sich offenbar dagegen entschieden, ein Disziplinarverfahren gegen Joshua Kimmich (31) und Michael Olise (24) einzuleiten. Das geht aus Informationen der französischen Sportzeitung «L'Équipe» hervor.

Nicht wenige sagen: Plan aufgegangen!

bayern münchen
Bayern München überfährt Bergamo mit 6:1 – im Rückspiel schauen Kimmich und Olise nur zu. - keystone

Die beiden Profis bleiben so nur für das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gesperrt. Das Duell gegen Bergamo ist mit 6:1-Führung nach dem Hinspiel bereits entschieden. In den Viertelfinal (wohl gegen Real Madrid) gehen sie dann mit weisser Weste.

Zwei Zeitspiel-Gelbe gegen Bayern München

Olise hatte in der 77. Minute wegen Zeitspiels vor einem Eckball seine Verwarnung erhalten.

Hätte die Uefa die Bayern-Spieler Kimmich und Olise sperren müssen?

Kimmich bekam seine Verwarnung fünf Minuten später nach einem Freistoss. Der DFB-Kapitän hatte vor der Ausführung mehrfach gestoppt und den Ball neu gelegt.

Dies verärgerte Bergamo-Profi Yunus Musah, der daraufhin den Ball wegschoss. Beide Spieler sahen Gelb für ihre Aktionen.

Cleveres Kimmich-Interview

Nach dem Spiel wurde Kimmich direkt auf seine Aktion angesprochen. Auf die Frage nach einer möglichen Absicht antwortete er klar: «Nein!» Olise äusserte sich zu seinem Zeitspiel nicht öffentlich.

michael olis
Michael Olise ist auf dem Flügel von Bayern München gesetzt. - keystone

Schiedsrichter Eskas trug laut Berichten kein auffälliges Verhalten in seinen Spielberichtsbogen ein. Dennoch hätte die Disziplinarkommission der Uefa die Vorfälle noch untersuchen können. Eine solche Prüfung findet nun aber nicht statt.

Die Entscheidung der Uefa bedeutet Planungssicherheit für Bayern München.

Nicht auszuschliessen, dass Kimmichs Interview einen Teil dazu beitrug, dass die Uefa davon absah, ein Verfahren einzuleiten. In Vergangenheit war dies nämlich auch schon anders.

Sergio Ramos wurde für absichtliche Gelbe gesperrt

Sergio Ramos provozierte 2019 im Achtelfinal-Hinspiel gegen Ajax offensichtlich absichtlich eine Gelbe Karte. Der damalige Real-Kapitän gab die Absicht nach dem Spiel öffentlich zu.

Gewinnt Bayern München die Champions League?

Die Uefa verhängte daraufhin eine Zwei-Spiele-Sperre gegen den spanischen Verteidiger. Diese ging über die normale Gelbsperre hinaus.

Im Fall von Kimmich und Olise sieht die Uefa offenbar keine ausreichenden Beweise für absichtliches Verhalten. Die Aktionen werden als normales Zeitspiel eingestuft. Damit bleibt es bei den regulären Sperren für das Rückspiel.

Kommentare

User #5465 (nicht angemeldet)

Logisch wenn YB oder Thun spielen. Da gibts höchstens 5 Gegentore pro Spiel.

User #6279 (nicht angemeldet)

Auch etwas clever sein zahlt sich aus. Die Bayern spielen wenigstens in der Championsliga, CH Mannschaften nicht.

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