Extremisten: Für uns gilt Scharia, deutsche Gesetze egal
Eine Dokumentation aus Deutschland beleuchtet radikale Ideologien: Junge extremistische Muslime vernachlässigen das deutsche Gesetz.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Dokumentation des Bayrischen Rundfunks berichtet über Muslime in Deutschland.
- Dabei besonders im Fokus sind junge Männer – mit teils extremistischen Ideologien.
- Die radikalen Muslime stellen die Scharia über das deutsche Gesetz.
«Ich folge nur dem Koran.» Oder: «Ehebrecher werden gesteinigt bis zum Tod.»
Die Aussagen junger extremistischer Muslime in einer Dokumentation des Bayrischen Rundfunks für das Politmagazin «Klar» lassen aufhorchen.
Die umstrittene Moderatorin Julia Ruhs beleuchtet heute Mittwochabend in der Dokumentation «Wo Islamisten Deutschland unterwandern» problematische Meinungen junger Muslime.
Mit einem arabisch sprechenden Mann befragte sie junge Männer zu ihrer Einstellung gegenüber deutschen Gesetzen, die mit dem Koran kollidieren.
In der Dokumentation sollten die Befragten einordnen, ob sie die deutschen Gesetze oder die Scharia höher gewichten. Die Scharia ist das islamische Regelwerk für das religiöse und alltägliche Leben, das auf dem Koran basiert.
«Deutschland interessiert mich da nicht»
Dabei stiess das Fernseh-Team in Berlin-Neukölln auf besonders extreme Meinungen.
Ein junger Mann meinte: «Ich folge meiner Scharia, dem Koran. Deutschland interessiert mich da nicht. Nur meine Religion.»
Einer Gruppe Männer wurde die Frage gestellt, was sie einem Freund, dessen Schwester mit einem Mann unverheiratet zusammenlebt, sagen würden.
Nachdem einer mit «das ist falsch!» antwortete, fragte das Reporterteam nach, welche Strafe der Mann erhalten sollte.
Die knallharten Antworten der jungen Männer: «Ehebrecher werden gesteinigt bis zum Tod. Unverheiratete werden ausgepeitscht.»
Oder: «Nein, man wirft ihn vom höchsten Gebäude.» Über die Frau sagen die Männer: «Ihr Bruder müsste sie töten.»
Die Doku zeigt, wie bereits junge Menschen islamistisches Gedankengut verinnerlichen. Ein interviewter Realschullehrer sprach im Unterricht über Toleranz und Meinungsfreiheit. Daraufhin stand an der Wandtafel: «Auch dich kriegt der IS!».
Andere Muslime schockiert: «Wegen solchen Menschen werde ich gehasst»
Klar ist: Die Dokumentation zeigt lauter Extrembeispiele. Wohl die wenigsten Muslime vertreten diese radikalen Ansichten. Einige zeigen sich selbst schockiert von Mitgliedern ihrer Glaubensgemeinschaft.
Ein Beispiel: Erhan ist selbst Muslim und wurde im vergangenen Jahr Opfer eines islamistischen Anschlags.
Ein 25-Jähriger fuhr in eine Gruppe von Demonstranten und tötete eine Mutter und ihre Tochter. Mit Erhan wurden Dutzende weitere verletzt.
In der Dokumentation berichtet Erhan, dass auch die getötete Mutter und ihr Kind Muslime gewesen seien.
«Ich kann es nicht nachvollziehen. Aber wegen solchen Menschen werde ich gehasst.» Für ihn habe Religion nichts mit Extremismus zu tun.

















