27 Punkte abgezogen: Amateur-Kicker entpuppt sich als Drogendealer
Ein 34-jähriger Drogendealer spielte unter falschem Namen für einen Münchner Kreisligaverein. Nach seiner Festnahme wurden dem Verein nun 27 Punkte abgezogen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Kreisliga-Spieler wurde in München wegen versuchten Mordes und Drogenhandel verhaftet.
- Der 34-Jährige spielte unter falscher Identität für die SpVgg Haidhausen.
- Dem Verein wurden trotz Unwissenheit 27 Punkte abgezogen.
Was wie eine Erfolgsgeschichte im Amateurfussball begann, endet in einem handfesten Skandal.
Ein 34-jähriger Spieler der SpVgg Haidhausen wurde in München von der Polizei festgenommen. Gegen ihn stehen schwere Vorwürfe im Raum: Versuchter Mord und bewaffneter Drogenhandel.
Der Mann soll unter falscher Identität für den Kreisligisten aufgelaufen sein. In der aktuellen Saison erzielte er in 14 Partien neun Tore und zwei Assists. Seit 2018 gelangen ihm in verschiedenen Vereinen insgesamt 103 Scorerpunkte in 173 Spielen.
Drogendealer gab sich als Fitness-Studio-Besitzer aus
Haidhausen-Vereinspräsident Giuseppe Scialdone zeigt sich gegenüber dem «Merkur» schockiert. Der Spieler sei völlig unauffällig gewesen und habe angegeben, ein Fitnessstudio zu betreiben.

Ermittler fanden bei einer Hausdurchsuchung brisantes Material: Mehrere Kilogramm Drogen, Bargeld in Höhe von 50’000 Euro, Waffen sowie gefälschte Ausweise.
Bei seiner Festnahme soll der Verdächtige mit dem Auto auf Polizisten zugerast sein und konnte erst durch Schüsse gestoppt werden.
Klub fällt um 12 Ränge zurück
Für den Verein hat der Fall gravierende Folgen. Obwohl Haidhausen keine Kenntnis von der falschen Identität hatte, wurden dem Team 27 Punkte abgezogen. Grund: Fehlende Spielberechtigung.
In der Kreisliga München 3 belegt die Mannschaft mit 43 Punkten den ersten Platz. Werden die 27 Punkte abgezogen, fällt das Team auf den drittletzten Rang.
Der Klub will gegen das Urteil vorgehen und sieht sich als Opfer eines Betrugs.
















