Bisher kein Geld aus Italien für Bündner Olympia-Verkehrskonzept

Keystone-SDA Regional
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Chur,

Ein Verkehrskonzept für die Olympischen Spiele in Italien im Februar hat den Kanton Graubünden 3,48 Millionen Franken gekostet. Einen Grossteil davon fordert der Kanton von Italien ein. Bisher allerdings ohne Erfolg.

Olympia 2026
Livigno war bei den Olympischen Winterspielen 2026 einer der zentralen Austragungsorte für die Freestyle- und Snowboard-Wettbewerbe. - keystone

Konkret will Graubünden nur die Eigenleistungen von 0,9 Millionen Franken selber tragen. Die restlichen rund 2,6 Millionen stellte Graubünden Italien in Rechnung.

Wie Regierungsrätin Carmelia Maissen (Mitte) an einem Medientreffen am Dienstag erklärte, wurde die Rechnung Mitte Mai an die Region Lombardei verschickt. «Wir haben eine Frist bis Mitte Juni gesetzt. Bisher haben wir aber noch keine Rückmeldung erhalten», so Maissen.

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Die Regierung erwarte aber nach wie vor «auch im Sinne der langjährigen und hoffentlich auch künftigen Zusammenarbeit», dass die Region Lombardei sich an den Kosten beteilige. Wie die Bündner Exekutive auf eine ausbleibende Zahlung reagiere, werde sie besprechen, sollte der Fall eintreten.

Schon in der Aprilsession des Bündner Parlaments hatte sich abgezeichnet, dass die Einforderung der Gelder nicht ganz einfach werden dürfte.

Maissen verneinte damals die Frage von SVP-Grossrat Reto Rauch, ob eine schriftliche Zusage vorliege. Die italienische Seite habe zu einem früheren Zeitpunkt lediglich einen Beitrag von 600'000 Franken in Aussicht gestellt.

Die Bündner Regierungsrätin Carmelia Maissen muss weiterhin um eine Beteiligung Italiens für das Bündner Verkehrskonzept für die Olympischen Spiele im Februar kämpfen.
Die Bündner Regierungsrätin Carmelia Maissen muss weiterhin um eine Beteiligung Italiens für das Bündner Verkehrskonzept für die Olympischen Spiele im Februar kämpfen. - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Das Verkehrskonzept wurde erarbeitet, weil ein Verkehrschaos befürchtet wurde. Dies aufgrund der Anreise vieler Besucherinnen und Besucher der Olympischen Spiele in Livigno und Bormio über Graubünden und der gleichzeitigen touristischen Hochsaison im Bergkanton.

Während der Wettkämpfe nutzten rund 41'000 Besucherinnen und Besucher den öffentlichen Verkehr zwischen Zernez beziehungsweise Müstair GR und Livigno.

Kommentare

User #5829 (nicht angemeldet)

Olympia ist in der Schweiz unnötig! Geldverschwendung! Wenn das jemand will, soll er/sie/es aus der privaten Kasse bezahlen.

User #5598 (nicht angemeldet)

Seit wann kommt Italien seinen Verpflichtungen nach? Siehe die Cargozugstrecke von Deutschland durch die Schweiz bis Italien. Nur die Schweiz hat ihren Teil des Vertrages erfüllt und beiden Ländern viel Geld gegeben, damit sie endlich Vorwärts machen.

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