Lombardei (I) sichert Graubünden Geld für Olympia-Konzept zu

    Keystone-SDA
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    Chur,

    Ein Verkehrskonzept für die Olympischen Spiele in Italien im Februar hat den Kanton Graubünden 3,48 Millionen Franken gekostet. Der Kanton hatte Italien 2,6 Millionen davon in Rechnung gestellt. Lange gab es keine schriftliche Zusicherung für eine Kostenbeteiligung. Das hat sich nun geändert.

    Olympische Spiele
    Ein Verkehrskonzept für die Olympischen Spiele in Italien im Februar hat den Kanton Graubünden 3,48 Millionen Franken gekostet. - keystone

    Aufgrund der jüngsten intensiven Gespräche und der Unterstützung von FDP-Bundesrat Ignazio Cassis und des Schweizer Botschafters in Rom, Roberto Balzaretti, hat der Präsident der Region Lombardei, Attilio Fontana, der Bündner Regierung gemäss einer Kantonsmitteilung vom Freitag eine Kostenbeteiligung schriftlich zugesichert.

    Zuvor gab es zwar bereits vor den Olympischen Spielen eine mündliche Zusage der Verantwortlichen der Region Lombardei, einen Teil der Kosten des Konzepts zu übernehmen. Trotz mehrfacher Kontakte Graubündens blieb eine Zahlung aber aus.

    Wie viel Geld genau nun tatsächlich nach Graubünden fliesst, ist trotz der nun erfolgten schriftlichen Zusage immer noch unklar, wie der Bündner Regierungspräsident Martin Bühler (FDP) gegenüber Keystone-SDA ausführte: «Sie sagen, unsere Rechnung sei zu hoch. Wir warten auf ihre Vorschläge und sind dann zu Verhandlungen bereit», so Bühler weiter.

    Es ist daher möglich, dass Graubünden weniger als 2,6 Millionen Franken erhalten wird. Da die schriftliche Bestätigung nun vorliegt, gibt Chur der Region Lombardei bis zum nächsten Jahr Zeit, die Rechnung zu begleichen.

    Sollte wider Erwarten keine Überweisung erfolgen, behalte sich die Bündner Regierung vor, den Betrag mit ausstehenden Zahlungen an Italien zu verrechnen. Konkret: «Wenn die Zahlung bis nächstes Jahr nicht eintrifft, sind wir bereit, die Grenzgänger-Rückerstattungen zu blockieren», so der Bündner Regierungspräsident Bühler. Er betonte jedoch, dass dies eine Massnahme sei, die man nur als Ultima Ratio ergreifen werde. «Wir wollen den Weg der Diplomatie und Kooperation weitergehen. Niemand hat ein Interesse an Spannungen.»

    Die 25. Olympischen Winterspiele gingen vom 6. bis 22. Februar in Norditalien über die Bühne. Aufgrund der geografischen Nähe war der Kanton Graubünden direkt von den Auswirkungen dieses grossen internationalen Ereignisses betroffen. Um den Verkehrsfluss während der Hochsaison der Wintertourismusorte in Graubünden sicherzustellen, hatte der Kanton ein Verkehrskonzept erstellt und umgesetzt.

    Kommentare

    User #6429 (nicht angemeldet)

    Wurde auch Zeit, dass die sich beteiligen.

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