Causa Patrick Fischer – Bichsel: «Kann ich nicht nachvollziehen»
Lian Bichsel – der von Patrick Fischer aus der Nati ausgeschlossen wurde – findet die Impf-Zertifikatsfälschung des Trainers «natürlich schockierend».

Das Wichtigste in Kürze
- Lian Bichsel (21) überzeugt in der NHL, ist bei der Nati aber weiter aussen vor.
- Patrick Fischer hat ihn unlängst ausgebootet – für Bichsel «sehr schmerzhaft».
- «Ich kann es nicht nachvollziehen», sagt er zur Zertifikatsfälschung des Nati-Trainers.
Lian Bichsel ist das vielleicht grösste Talent im Schweizer Eishockey. Mit den Dallas Stars zieht der 21-Jährige in die NHL-Playoffs ein und träumt vom Stanley Cup. Trotzdem spielte er in der Schweizer Nati nie eine Rolle – weil ihn Patrick Fischer ausschloss.
Bichsel über Fischer: «Kann ich nicht nachvollziehen»
Weil er einem Aufgebot der U20-Nationalmannschaft nicht nachkam, wurde Bichsel bestraft – und nie begnadigt. Ausgerechnet jener Patrick Fischer macht nun selbst ein grobes Fehlvergehen öffentlich: 2022 hat der Nati-Trainer ein Impf-Zertifikat gefälscht.
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«Ich kann es nicht nachvollziehen, warum man so etwas fälscht», meldet sich Bichsel zu Wort. «Wenn du es nicht machen willst, bleibst du halt zu Hause.» Die Nachricht rund um den Nationaltrainer war für ihn «natürlich schockierend».
Trotzdem stellt Bichsel an der NHL-Medienrunde auch klar: «Es gibt da aber keinen Zusammenhang mit meinem Thema. Das sind zwei verschiedene Dinge und es ist nicht fair, diese miteinander zu verbinden.»

Trotz des belasteten Verhältnis nimmt der Youngster Patrick Fischer auch etwas in Schutz: «Die Covid-Zeit war für alle schwierig. Da haben viele auch persönlich nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen.»
Bichsel: «Sehr schmerzhaft, nicht im Line-up zu stehen»
Die Heim-WM in diesem Jahr wird das letzte Turnier von Patrick Fischer als Nati-Trainer sein. Lian Bichsel ist weiter aussen vor, hofft aber sowieso, noch lange in den NHL-Playoffs zu spielen.

Unter Fischer-Nachfolger Jan Cadieux hofft Lian Bichsel aber auf eine Nati-Rückkehr. «Es ist sehr schmerzhaft, nicht im Line-up der Nationalmannschaft zu stehen. Es ist für mich persönlich eine grosse Sache.»
















