Deutschland droht an der WM 2022 wie schon vor vier Jahren ein Aus in der Gruppenphase. Erinnerungen an das Drama von Kasan 2018 werden wach.
Bei der Fussball-WM 2018 in Russland verlor Deutschland gegen Südkorea.
Bei der Fussball-WM 2018 in Russland verlor Deutschland gegen Südkorea. - Ina Fassbender/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland braucht einen Sieg gegen Costa Rica, um den WM-Achtelfinal zu erreichen.
  • Der DFB-Elf erinnert sich noch gut an das WM-Trauma von Russland.
  • Immer wieder muss Deutschland in WM-Gruppenphasen lange zittern.
WM 2022 Deutschland
Antonio Rüdiger und Youssoufa Moukoko nach dem Spiel gegen Japan an der WM 2022. - keystone

Die Rechnung ist einfach: Deutschland braucht zum Einzug in den Achtelfinal der WM 2022 einen Sieg gegen Costa Rica. Die Mittelamerikaner sind klarer Aussenseiter, die DFB-Elf der klare Favorit. Da war doch was?

Die heikle Lage der DFB-Elf an der WM 2022 ist nichts Ungewohntes. Mehrfach stand allein bei den WM-Turnieren seit 2002 im letzten Gruppenspiel noch viel auf dem Spiel. Einfach war es nicht immer und einmal ging alles schief.

Dreimal zittern – sogar vor dem WM-Titel

2002 drohte gegen Kamerun in Unterzahl nach einem Platzverweis für Carsten Ramelow plötzlich das Aus. Treffer von Marco Bode und Miroslav Klose sorgten letztlich für das 2:0 im japanischen Shizuoka.

Acht Jahre später wurde bei der WM-Premiere von Bundestrainer Joachim Löw nicht nur wegen der Wintertemperaturen in Johannesburg gezittert. Erst ein Fernschuss von Mesut Özil zum 1:0 gegen Ghana beruhigte die Nerven.

Sogar vor dem WM-Triumph 2014 war vor der letzten Gruppenpartie nicht alles sicher. In Recife schoss Thomas Müller das 1:0 gegen die von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann trainierte USA. Der Bayern-Star sicherte damit endgültig das Achtelfinal-Ticket.

«Trauma von Kasan» als Schatten über der WM 2022

Dass es ganz anders kommen kann als gedacht, verdeutlicht die Erinnerung an Russland 2018. Nach dem Fehlstart gegen Mexiko und dem Zittersieg gegen Schweden hätte ein Sieg gegen Südkorea zum Weiterkommen gereicht.

«Der Schweden-Moment war 2018 auch da – und am Ende ist er verpufft», erinnerte Müller nach dem 1:1 gegen Spanien. Der Weltmeister blamierte sich in Kasan – nach Spiel drei war durch das 0:2 alles vorbei. Eine Katar-Parallele darf es am Donnerstag nicht geben.

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