US-Regierung baut Kooperation mit Kampfsportliga UFC aus
Kurz vor dem geplanten Kampfspektakel vor dem Weissen Haus hat US-Aussenminister Marco Rubio eine Absichtserklärung für eine Partnerschaft mit der für martialische Käfigkämpfe bekannten Profi-Liga Ultimate Fighting Championship (UFC) unterzeichnet. Ziel ist nach Angaben des Aussenministeriums, Initiativen im Bereich der «Sportdiplomatie» zu stärken und beim weltweiten Ausbau der Mixed Martial Arts (MMA) zusammenzuarbeiten.

Die UFC ist die grösste Profi-Liga für MMA, einen vor allem in den USA beliebten Kampfsport, der verschiedene Disziplinen miteinander vereint. Rubio bezeichnete die UFC bei der Unterzeichnung mit derem Boss, dem glühenden Trump-Unterstützer Dana White, als die «Vereinten Nationen des Kämpfens, wenn man bedenkt, wie viele Länder vertreten sind». Die Sportart bringe Zuschauer mit unterschiedlichsten Hintergründen zusammen.
Auch Trump sass schon mehrfach bei UFC-Kämpfen im Publikum. Zu seinem 80. Geburtstag an diesem Sonntag sind Käfigkämpfe vor dem Weissen Haus geplant. Offizieller Anlass sind die Feierlichkeiten rund um den 250. Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten, der allerdings auf den 4. Juli datiert ist. Der US-Aussenminister pries das Event an diesem Wochenende schon jetzt als «unglaubliche, historische» Erfahrung – eine demonstrative Begeisterung, die längst nicht alle in den USA teilen.
An dem geplanten Käfigkampf gibt es viel Kritik. Um ihn zu verhindern, reichte die Organisation Public Integrity Project Anfang des Monats im Namen zweier US-Bürger Klage vor einem Bundesgericht ein. Darin heisst es, die geplante Veranstaltung sei das Ergebnis massiver Korruption, ihre Genehmigung illegal.
Die Kläger werfen Trump vor, UFC-Boss White und seinem Unternehmen Zugang zum Weissen Haus und dem Lincoln Memorial zu gewähren, «um ein privates, gewinnorientiertes Sportevent zu veranstalten – mit all den Werbe- und Branding-Möglichkeiten, die ein solcher Zugang mit sich bringt». Die Genehmigung verletze Vorschriften des National Park Service, die Sportevents auf Bundesparkgelände untersagten. Ausserdem dürften ohne ausdrückliche Zustimmung des Kongresses und eine gründliche Umweltprüfung keine Bauten auf dem Südrasen des Weissen Hauses errichtet werden.
Dort ist für das Event ein Käfig im UFC-typischen Oktagon-Format aufgebaut worden, umgeben von Zuschauertribünen und überspannt von einer riesigen Kuppelkonstruktion. Auf den Rängen sollen mehr als 4000 Zuschauer Platz haben, bei einem Fan-Fest im Ellipse-Park zwischen dem Weissen Haus und dem Washington Monument werden zudem mehr als 120'000 Besucher erwartet, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht.














