Verurteilter Idaho-Mörder will sein Geständnis zurückziehen
Bryan Kohberger wurde wegen vierfachen Mordes an Studenten verurteilt. Nun strebt der Verurteilte ein neues Verfahren an und will sein Geständnis zurückziehen.

Der ehemalige Kriminologie-Doktorand Bryan Kohberger hat in den USA einen Antrag auf Wiederaufnahme seines Verfahrens eingereicht.
Der Verurteilte besteht nun darauf, unschuldig zu sein.
Sein Geständnis habe auf «falschen Versprechen und eklatanten Fehlinformationen» beruht, erklärte er laut «T-Online». Dementsprechend müsse das Geständnis zwingend zurückgezogen werden.
Vier Studentinnen und Studenten erstochen
Im November 2022 hatte der Fall die USA erschüttert. Vier Studierende der Universität Idaho wurden in ihrem Wohnhaus in Moscow, Idaho, mit einem Messer getötet.
Bei den Opfern handelte es sich um Madison Mogen, Kaylee Goncalves, Xana Kernodle und Ethan Chapin, wie «UPI» berichtet. Kohberger wurde rund sechs Wochen nach der Tat im Dezember 2022 im Haus seiner Eltern in Pennsylvania verhaftet.
Im Juli 2025 bekannte er sich im Rahmen eines Deals mit der Staatsanwaltschaft vor Gericht schuldig. Die Ankläger verzichteten im Gegenzug auf die Todesstrafe, wie «CNN» berichtet.
Verurteilter bestreitet Vorwürfe und will Geständnis anfechten
Kohberger wurde daraufhin zu vier aufeinanderfolgenden lebenslangen Haftstrafen ohne Bewährungsmöglichkeit verurteilt, berichtet «UPI».
Nun will der Verurteilte sein Geständnis anfechten.
In einem handschriftlichen Antrag auf sogenannte «Post-Conviction Relief» wirft Kohberger seinen früheren Anwälten Versagen vor, so die «CNN». Er behauptet, entlastende Beweise seien ihm vorenthalten worden.
Staatsanwaltschaft kündigt Widerstand an
Der Generalstaatsanwalt von Idaho, Raul Labrador, reagierte auf den Antrag mit einer Stellungnahme.

Laut dem «UPI» erklärte er, sein Büro sei bereit, «alles Notwendige zu tun, um die vollständige Durchsetzung der Gerechtigkeit sicherzustellen».
Ob das Gericht dem Antrag des Verurteilten stattgibt, ist offen. Gemäss «T-Online» hatte Kohberger mit dem Schuldbekenntnis auch sein Recht auf Berufung aufgegeben.












