Eigentlich sollte Vasiliy Lomachenko im Juni in Australien um die Leichtgewichts-Krone boxen. Nun sagt er ab – stattdessen kämpft er um seine Heimat Ukraine.
Vasiliy Lomachenko Ukraine Krieg
Vasiliy Lomachenko kämpft normalerweise im Boxring – nun steht er gegen Russland an der Front. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 5. Juni sollte Vasiliy Lomachenko (34) um die WM-Gürtel im Leichtgewicht kämpfen.
  • Nun sagt der Ukrainer ab – er bleibt stattdessen an der Front im Kampf gegen Russland.
  • Sogar sein Gegner zeigt Verständnis und Respekt für die Entscheidung.

Das nötigt sogar seinem Gegner Respekt ab: Der ukrainische Box-Star Vasiliy Lomachenko hat seinen geplanten WM-Kampf gegen George Kambosos im Juni abgesagt. Statt ins Trainingslager begibt sich der 34-Jährige an die Front.

Vasiliy Lomachenko Ukraine Krieg
Vasiliy Lomachenko verteidigt sein Land gegen die russische Invasion. - Facebook // Vasiliy Lomachenko / Василий Ломаченко

Lomachenko hat sich der ukrainischen Verteidigung gegen die russische Invasion in seiner Heimat angeschlossen. Der zweifache Olympiasieger hätte eigentlich in knapp drei Monaten in Australien um die Leichtgewichts-Krone boxen sollen.

Stattdessen kämpft er jetzt an der Front gegen Russland – Kambosos hat Verständnis für die Entscheidung. «Ich verstehe und respektiere deine Entscheidung», twittert «Ferocious». «Ich bete für dich und dein Land. Bitte gib auf dich Acht», schreibt der Australier.

Auch der Promoter des geplanten Kampfes, Lou DiBella, zeigt sich verständnisvoll. «Wir ziehen den Hut vor ihm», so DiBella zu «BoxingScene». «Dieser Kampf ist grösser als jeder Boxkampf. Wir beten für ihn, seine Familie und das ukrainische Volk.»

Statt Lomachenko wird nun der US-Amerikaner Devin Haney gegen Kambosos boxen. Der Leichtgewichts-Champion der WBA, IBF und WBO gibt sich optimistisch: «Wenn ich mit Devin den Boden gewischt habe, machen wir einen Kampf zwischen echten Champions.»