Den Vorstoss der Länderchefs für ein Spielverbot für ungeimpfte Fussballprofis hält Sport- und Arbeitsrechtler Martin Schimke für «schwer umsetzbar».
Bislang gilt die 2G-Regel im Stadion nur für die Zuschauer, nicht für die Fussballprofis. Foto: Arne Dedert/dpa
Bislang gilt die 2G-Regel im Stadion nur für die Zuschauer, nicht für die Fussballprofis. Foto: Arne Dedert/dpa - dpa-infocom GmbH

«Denn das ist aufgrund der hohen Impfquote unter den Spielern unverhältnismässig», sagte der Experte der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Informationen der Deutschen Fussball Liga sollen bei den 36 Clubs der ersten und zweiten Liga knapp zehn Prozent der Fussballer nicht geimpft sein. Zudem seien die Spieler im Vergleich zu etwa Pflegern nicht in Kontakt mit vulnerablen Gruppen, ergänzte Schimke.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hatte nach der Ministerpräsidentenkonferenz angekündigt, dass nach Meinung der Länderchefs die 2G-Regelung nicht nur für Zuschauer, sondern auch für Fussballprofis gelten solle. Demnach dürften nur genesene oder geimpfte Kicker spielen. «Sehr schnell einig» seien sich die Länderspitzen in dieser Frage gewesen. «Ob wir das umgesetzt kriegen, müssen wir jetzt prüfen», fügte der CDU-Politiker hinzu.

Zuletzt war in der Öffentlichkeit emotional über die Vorbildwirkung von Profi-Fussballern und eine mögliche Impfpflicht für die Branche diskutiert worden. Bayern-Profi Joshua Kimmich hatte die Debatte Ende Oktober angeheizt, als er bekanntgab, nicht geimpft zu sein.

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