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    Bündnis ProFans kritisiert Umgang der UEFA mit Fan-Daten

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    Frauenfeld,

    Das Bündnis ProFans hat den respektlosen Umgang der europäischen Fussball-Union UEFA mit Daten von Zuschauern beklagt.

    Im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán des FC Sevilla wird das Finale der Europa League ausgetragen.
    Im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán des FC Sevilla wird das Finale der Europa League ausgetragen. - Daniel Gonzalez Acuna/dpa

    Anlass für die Kritik ist der Einzug von Eintracht Frankfurt in das Europa-League-Finale, teilte die Fan-Organisation. «Die öffentlich verkauften Tickets werden streng personalisiert», hiess es. «Das heisst, jeder, der ins Stadion möchte, muss seine Identität dem Veranstalter offenbaren, auch schon dann, wenn der Erwerb eines Tickets zunächst nur beabsichtigt ist.»

    Dieser Umgang mit den Daten genüge nicht den Bestimmungen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung, die in der Schweiz kein geltendes Recht sei. «Die UEFA behält sich zudem weitgehende Freiheiten vor, die Daten an Dritte zu übermitteln», kritisierte ProFans. Das umfasse nicht nur die Weitergabe an alle infrage kommenden staatlichen Behörden mit der Begründung der Wahrung der Sicherheit. Dazu gehöre auch die Gewährung des Datenzuganges «an beliebige Dritte nach völlig eigenem Ermessen der UEFA, um illegale Aktivitäten wie auch die Verletzung vertraglicher Verpflichtungen zu verhindern».

    Dabei umfassten die persönlichen Angaben der Ticketanträge nicht nur Namen, Anschrift und Geburtsdatum, sondern auch Angaben wie Bankverbindung und E-Mail-Adresse. «Es ist ziemlich beispiellos, dass ein Unternehmen die Daten von Kunden ohne jedes Fehlverhalten derselben freiwillig an Behörden weitergebe, hiess es weiter.

    «Die UEFA meldet Interessenten nicht nur pauschal, ohne konkreten Anlass, den Behörden, sondern gibt sogar in jedem Einzelfall offensichtlich Daten in weit grösserem Umfang weiter, als man es für irgendwie begründet halten könnte», sagte ProFans-Sprecherin Gloria Holborn. «Die vorbehaltene Weitergabe an beliebige Dritte bleibt völlig unkontrollierbar. Die UEFA muss weder auf Anfrage Betroffener noch einer Datenschutzbehörde konkret darüber Auskunft geben.»

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