Parlament

    Thurgauer Parlament will Solarpflicht bei Sanierungen

    Das Thurgauer Kantonsparlament hat am Mittwoch die Debatte über die Revision des Energiegesetzes gestartet. Die Produktion erneuerbarer Energie soll deutlich ausgebaut werden.

    Der Grosse Rat Thurgau tagte am Mittwoch im Rathaus Frauenfeld. (Archivbild)
    Der Grosse Rat Thurgau tagte am Mittwoch im Rathaus Frauenfeld. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

    Im neuen Gesetz setzt der Thurgau auf eine Solarpflicht. Diese soll künftig nicht nur bei Neubauten gelten, sondern auch bei einer umfassenden Dach- oder Fassadensanierung greifen. Liegenschaften müssten per Gesetz mit Solaranlagen ausgerüstet werden, «soweit dies technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist».

    Zudem soll die Hürde beim Heizungsersatz massiv erhöht werden: Damit würde der Mindestanteil an erneuerbarer Energie beim Wechsel eines Wärmeerzeugers von heute 15 auf neu 40 Prozent steigen.

    Kritiker aus der rechten Ratshälfte wehrten sich gegen zusätzliche Vorschriften für Liegenschaftsbesitzer. Entsprechende Streichungsanträge fanden jedoch keine Mehrheit, ebenso wenig wie auch der Versuch aus den Reihen der SVP, schon gar nicht auf das Geschäft einzutreten.

    Das revidierte Gesetz fokussiert ausserdem auf kantonale Stromnetze und die Windenergie. So sollen Gemeinden verpflichtet werden, mit den auf ihrem Gebiet tätigen Elektrizitätsversorgungsunternehmen bis 2030 Netzausbaukonzepte zu erstellen, um das Stromnetz krisenresistenter zu machen.

    Um die lokale Akzeptanz für Windparks zu erhöhen, verankert die Regierung zudem gesetzliche Vorgaben für eine finanzielle Abgeltung der Standortgemeinden in Form eines «Windzinses», Mitspracherechte sowie eine Pflicht für Rückbaubürgschaften.

    Darüber debattierte der Thurgauer Grosse Rat am Mittwoch jedoch nicht. Der Ratspräsident unterbrach die halbtägige Sitzung während der Mittagszeit nach zahlreichen Voten und mehreren nicht behandelten Anträgen. Die Diskussion wird in drei Wochen fortgeführt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #4832 (nicht angemeldet)

    Der Schrott von Morgen für die eigene Nachkommenschaft als Pflicht……damit die, oder besser gesagt ihre KI, auch in der Zukunft noch was zu recyceln haben. Des ist eine gut Idee!

    User #1849 (nicht angemeldet)

    Wenn der Staat es zahlt, ok, sonst nicht.

    Weiterlesen

    Trump Jeffries Schumer
    122 Interaktionen
    Vor US-Zwischenwahlen
    Demo Frankreich
    437 Interaktionen
    Frankreich-Demos

    MEHR PARLAMENT

    Köniz BE
    Köniz BE
    Köniz BE
    Köniz BE
    Kredit
    9 Interaktionen
    Brüssel
    7 Interaktionen
    Strassburg

    MEHR AUS THURGAU

    Bürglen TG
    Bürglen TG
    3 Interaktionen
    «Persönlichkeit»
    Frauenfeld TG
    2 Interaktionen
    Frauenfeld TG
    Brücke Steg Bohlen
    Frauenfeld TG