Katzen

    Kantonsrat setzt auf Aufklärung statt Chippflicht für Katzen

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Der Zürcher Kantonsrat will – gleich wie die Regierung – unkontrollierte Vermehrung von Freigängerkatzen nicht mit Chip- oder Kastrationspflicht bekämpfen. Er hat am Montag aber eine bessere Aufklärung durch das kantonale Veterinäramt gefordert.

    Der Kantonsrat will schärfere Massnahmen gegen die unkontrollierte Vermehrung von Freigängerkatzen.
    Der Kantonsrat will schärfere Massnahmen gegen die unkontrollierte Vermehrung von Freigängerkatzen. - KEYSTONE/GAETAN BALLY

    Der Rat folgte damit der Regierung und schrieb das Postulat ab. Diese lehnte verpflichtende Massnahmen wie Chip- oder Kastrationspflicht ab und wollte stattdessen weiterhin auf Sensibilisierung setzen.

    Trotz Abschreibung reichten der Ratsmehrheit diese Massnahmen nicht aus. Sie wies auf die Schäden für Tier und Umwelt hin, die von der unkontrollierten Vermehrung von Freigängerkatzen ausgehen. Mit 114 zu 55 Stimmen unterstützte sie eine abweichende Stellungnahme mit dem Ziel einer verstärkten Aufklärung durch das kantonale Veterinäramt.

    Dieses soll sich mit Tierarztpraxen, Tierheimen, Züchtenden und Tierschutzorganisationen koordinieren und sicherstellen, dass mehr Menschen im Kanton Zürich für die Problematik sensibilisiert werden.

    Die Instrumente seien da, aber offenbar hätten sie noch nicht genug Krallen, um das Problem packen zu können, sagte Alan David Sangines (SP, Zürich). Eigenverantwortung sei wichtig, funktioniere aber nicht immer. Die unkontrollierte Vermehrung von Freigängerkatzen führe zu Tierleid und belaste die Umwelt. Mit der abweichenden Stellungnahme solle der Regierungsrat die bestehenden Massnahmen deutlich ausbauen.

    Auch Linda Camenisch (FDP, Wallisellen), sagte die bestehenden Massnahmen und der Appell an die Freiwilligkeit reichten nicht. Auch sie sagte: «Wir fordern vom Regierungsrat deutlich mehr Massnahmen.»

    Zwischen Freiwilligkeit und gesetzlicher Pflicht gebe es zahlreiche Möglichkeiten, sagte Nadia Koch (GLP, Rümlang). Mit der Unterstützung der abweichenden Stellungnahme mache die GLP deutlich, dass sie mit dem Bericht der Regierung nicht einverstanden sei und mehr Engagement erwarte.

    «Chippen und kastrieren Sie ihre Katze», forderte Jeannette Büsser (Grüne, Horgen). Die Grünen erwarteten, dass die Regierung in Sensibilisierungs- und Präventionskampagnen investiere.

    Die SVP hingegen erachtete die abweichende Stellungnahme als gut gemeint, sie ziele aber ins Leere, sagte Lorenz Habicher (SVP, Zürich). Es werde bereits sehr viel unternommen. Und wenn Tierhalter zu geizig seien, zu chippen oder entsprechende Massnahme zu treffen, könne das Veterinäramt auch nichts machen.

    Auch Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) betonte, das Veterinäramt unternehme bereits heute viel zur Information und Sensibilisierung der Katzenhalter. Eine Chip- und Kastrationspflicht würde zudem einen «riesigen bürokratischen Aufwand» bedeuten, und ein kantonaler Alleingang mache keinen Sinn.

    Kommentare

    User #9930 (nicht angemeldet)

    So ein Quatsch. Reicht es auch für Mörder? Besser aufklären. Du darfst das nicht ? Es braucht Konsequente Strafen und Kontrollen. Der Tierschutz sollte endlich selbständig Büssen und Strafen dürfen. Unsere Kontrollen für Tiere/ Gesetzgebung sind ein Desaster! Schweiz hat ein gutes Tierschutz Gesetz? Das entspricht nicht der Wahrheit. So viele Mängel! Wie eiskalt muss man sein, dass man nichts Gutes für Tiere machen will. Menschen ohne Ethik sollten auf keinen Fall im Bundeshaus arbeiten dürfen ! Denn dies braucht man für alles in dieser Position.

    User #3464 (nicht angemeldet)

    In meinem Garten wohnen praktisch 4 Katzen. Wenn ich den Balkon offen haben kommen sie rein. Regelmässig liegen tote Tiere vor der Türe. Eidechse haben keine Schwänze mehr, jung Vögel werden getöteten, Maulwurf auch. Sorry das kann nicht mehr Natur sein. Mein Hund tötet kein anderes Tier. Ein Katze kostet 50 Franken ein Hund 1500 Franken. Die Katze hinterlässt lässt einen Schaden mein Hund einen Haufen. Den kann ich entsorgen, die getöteten Tiere nicht mehr retten.

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