Weniger Babys, mehr Katzen: Für Nestlé wird Futter immer wichtiger

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Katzen statt Kinder: Von diesem gesellschaftlichen Trend will Nestlé profitieren. Der Nahrungsmittelkonzern sieht in Katzenfutter und Gesundheitsprodukten für Haustiere attraktive Wachstumschancen, während die Zahl der Kindergeburten in vielen Märkten zurückgeht.

    Nestle
    Katzen statt Kinder: Von diesem gesellschaftlichen Trend will Nestlé profitieren. - keystone

    «Auf der Welt gibt es weniger Babys und mehr Haustiere», sagte Nestlé-Chef Philipp Navratil an einer Investorenkonferenz am Dienstag in Paris. Haustiere würden für viele Menschen zunehmend eine Rolle als Begleiter übernehmen. Dies gelte insbesondere für ältere Menschen.

    Zusätzlichen Rückenwind erhält das Geschäft laut Navratil durch die sogenannte Vermenschlichung von Haustieren. Hunde und Katzen würden zunehmend als Familienmitglieder betrachtet. Entsprechend seien Besitzer bereit, mehr Geld für hochwertige Nahrung und Gesundheitsprodukte auszugeben. Da Nestlé im Tierfutter vor allem im Premiumsegment aktiv ist, profitiere der Konzern von diesem Trend besonders stark.

    Katzen seien besonders gefragt, da sie einfacher zu halten seien – im Gegensatz etwa zu Hunden. «Die Anschaffung von Katzen nimmt zu, weil die Menschen wieder häufiger zur Arbeit gehen», erklärte Navratil. Während der Coronavirus-Pandemie war dies noch anders. In den USA habe der Konzern die Nachfrage nach Futter zeitweise nicht vollständig bedienen können und baut deshalb derzeit zusätzliche Produktionskapazitäten auf.

    Katzen seien für Nestlé besonders attraktiv, weil sie als wählerische Fresser gelten. «Wir mögen Katzen sehr», sagte Navratil. Um Katzen erfolgreich zu ernähren, brauche es mehr Wissenschaft und Technologie als bei anderen Tierarten. Das spiele dem Konzern mit seiner starken Forschungs- und Entwicklungsbasis in die Hände.

    Ein weiteres Wachstumsfeld sieht Nestlé in tiermedizinischer Spezialnahrung. Diese Produkte würden meist über Tierärzte verschrieben und vertrieben. Laut Navratil handelt es sich um hochspezialisierte Nahrungslösungen, die häufig dauerhaft verwendet werden. «Normalerweise wird daraus ein lebenslanges Abonnement», sagte er. Die Produkte basierten auf der Forschungs- und Entwicklungsarbeit des Konzerns und zielten unter anderem auf gesundes Altern, Gewichtsmanagement und weitere gesundheitliche Bedürfnisse von Haustieren ab.

    Das höhermargige Tierfuttergeschäft zählt inzwischen zu den wichtigsten Standbeinen von Nestlé. Mit einem Umsatz von 18,4 Milliarden Franken steuerte die Sparte 2025 rund 21 Prozent zum Konzernumsatz bei und war damit nach der Getränkesparte mit Kaffee die zweitgrösste Produktkategorie des Konzerns. Petcare ist inzwischen sogar grösser als die Sparte Nutrition mit Babynahrung und Ernährungsprodukten, die 17,9 Milliarden Franken umsetzte.

    Kommentare

    User #4629 (nicht angemeldet)

    Geburtenrückgang super.Bin auch vasektomiert und mit meiner Süssen super glücklich.

    User #1906 (nicht angemeldet)

    Katzennahrung und Babynahrung sind ja fast gleich herzustellen. 😂

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