Fusionsprojekt im Berner Jura gescheitert
Die geplante Fusion zur neuen bernjurassischen Gemeinde scheitert: Während Reconvilier und Saules zustimmten, lehnte Loveresse das Projekt deutlich ab.

Das Projekt für eine neue bernjurassische Gemeinde mit mehr als 3000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist am Sonntag an der Urne gescheitert. Während die Stimmberechtigten von Reconvilier und Saules der Fusion zustimmten, lehnte sie die Gemeinde Loveresse deutlich ab.
«Die Bürgerinnen und Bürger von Loveresse befürchteten einen Identitätsverlust ihres Dorfes», sagte der Präsident der interkommunalen Arbeitsgruppe Jean-Michel Hirschi zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Mobilisierung war laut Hirschi in dieser Gemeinde mit rund 360 Einwohnenden mit einer Wahlbeteiligung von rund 80 Prozent sehr stark.
Loveresses Ablehnung
Die Gegnerschaft des Fusionsprojekts sei in Loveresse sehr präsent gewesen, sagte der Vorsitzende der interkommunalen Arbeitsgruppe, der zudem der Gemeinderegierung von Reconvilier angehört. In dieser Gemeinde im Tal von Tavannes betrug der Nein-Anteil 77,8 Prozent.
Die Fusion ist jedoch nicht komplett vom Tisch, da Reconvilier und Saules das Projekt zu zweit weiterführen wollen. «Unser Ziel ist es, einen vereinfachten Prozess einzuführen, damit die fusionierte Gemeinde Clairval per 1. Januar 2027 entstehen kann».










