Stadt Zürich

Fahrverbotsschilder an Langstrasse sind günstiger als erwartet

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Die neuen Fahrverbotsschilder an der Zürcher Langstrasse haben deutlich weniger gekostet als erwartet. Statt der budgetierten 1 Million Franken, gab die Stadt Zürich 360'000 Franken für die Wechselschilder aus. Ab dieser Woche sind die Schilder in Betrieb.

Die neuen Schilder sollen das Fahrverbot an der Langstrasse deutlicher wahrnehmbar machen.
Die neuen Schilder sollen das Fahrverbot an der Langstrasse deutlicher wahrnehmbar machen. - KEYSTONE/ANDREAS BECKER

Das Projekt kostete viel weniger, weil deutlich weniger Schilder ausgewechselt wurden, wie eine Sprecherin am Montag gegenüber Keystone-SDA sagte. Ursprünglich hätten auch die Vorschilder, die weiter entfernt auf das Fahrverbot hinwiesen, ausgewechselt werden sollen. Neu sind nun aber nur die beiden unmittelbar beim Fahrverbot stehenden Schilder.«Die Differenz fliesst zurück in die Stadtkasse», teilte die Sprecherin mit.

Es werde erwartet, dass das Tagfahrverbot nun deutlicher wahrgenommen werde, hiess es in einer Mitteilung der Stadt Zürich. Als die Stadtpolizei im Januar 2024 konsequent Bussen ausstellte, mussten in einem Monat 17'310 Automobilisten oder Töfffahrer in die Tasche greifen.

Im Jahr 2025 stellte die Stadtpolizei noch 3396 Bussen aus, allerdings büsste sie nur noch sporadisch. Eine automatisierte Verkehrszählung wird es laut Mitteilung weiterhin geben.

Aufgrund der Zählung würden aber keine Bussen ausgestellt, teilte die Stadtpolizei auf Anfrage mit. «Vorerst wird es auch keine organisierten Kontrollen geben», heisst es weiter. Stelle ein Polizist auf Streife oder Fusspatrouille ein Missachten des Fahrverbots fest, könne es aber eine Ordnungsbusse geben.

Der Stadtrat beschloss, die neuen Anzeigen einzuführen, weil viele «trotz umfangreicher Kommunikationsmassnahmen» nichts vom Tagfahrverbot mitgekriegt hatten. Die Wechselanzeigen sind beleuchtet.

Die Stadt hatte Ende September 2023 das Projekt «autoarme Langstrasse» umgesetzt. Ziel war unter anderem, den Velos mehr Platz zu schaffen. Seither darf der motorisierte Individualverkehr ein rund 60 Meter langes Teilstück der Strasse zwischen der Diener- und Brauerstrasse im Kreis 4 tagsüber in beiden Richtungen nicht mehr befahren. Zwischen 22 und 5.30 Uhr dürfen Autos und Töffs die ganze Strasse entlang fahren. Für Taxis gilt das Fahrverbot nicht.

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Kommentare

User #1215 (nicht angemeldet)

Einmal mehr eine "seriöse" Vorabklärung seitens der Stadt!

User #5443 (nicht angemeldet)

Ist verständlich. Nachts hat es in der Langstrasse genug Verkehr. Da will man nicht noch unnötiger Stossverkehr haben. Das irritiert nur hinter den roten Lämpchen.

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